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Samstag, 28. Juli 2012

Es geht wieder los!!! – Training-Camps läuten Pre-Season ein

Ach ist das schön, oder? Endlich ist unsere lange Leidenszeit vorbei und das Ei wird wieder offiziell durch die Gegend geworfen. Die NFL-Teams sind zurück in ihren Training Camps und beginnen mit der Vorbereitung für eine wiedermal kaum zu erwartende Saison.
Alle sind sie wieder da und machen Vorfreude ohne Ende…: ARod, Megatron, AP, Brady, Gronk, und sogar der große Peyton ist wieder in Action. Ach was kann es schöneres geben, wenn diese Spieler wieder aufs Feld geschickt werden. Noch 6 Wochen ist es bis zum Start der Regulären Saison und man kann es kaum erwarten.



Bekannte Gesichter in neuer Uniform
Hach ja, es war schon eine komisch Off-Season, finde ich. Viele große Namen und Francise-Player warteten auf einen neuen Vertrag oder wechselten die Vereine. Der große Peyton verließ Indianapolis und will jetzt Denver zu neuen Höhen führen und ein besserer Quarterback fürs Team sein als letztes Jahr Tim Tebow. (das wird er bestimmt sein, aber trotzdem bezweifel ich, dass Peyton so groß auftrumpfen wird, wie er es jahrelang gemacht hat - hui, Bold prediction...)
Tebow jedenfalls löst nun sein Magie in New York aus und die Jets sorgten damit für den ungewöhnlichste Move der Offseason. Erst Starting-QB Mark Sanchez ein neuen Vertrag geben und dann Tebow holen, der sicherlich durch sein Charisma und Ehrgeiz noch mehr Druck ausüben wird. Naja, bisher verstehen sie sich ganz gut und Rex Ryan wird sich sicherlich was ausgedacht haben damit.

Langes Warten auf Verträge und dann ging alles ganz schnell
Auch bei einigen Franchise-Playern und deren Verträgen dachte man sich als Fan so über Monate: Was ist denn daran so schwierig: Give them the money! Drew Brees z.B. … - unvorstellbar, dass New Orleans nach dem Bounty-Skandal und Jahressperren für Coach Peyton und Defensive-Leader Vilma auch noch den Rekord-Yards-QB Brees keinen neuen Vertrag geben. Also warum so lange warten? Am Kopf kratzend stellte man dann fest, dass alles irgendwie ja schon länger irgendwie klar war. Brees sagte in einer PK sogar, er habe nie Zweifel gehabt, dass der Deal zustande kommt. NFL-Experte Micheal Lombardi meinte trocken: es hätte sich ein Markt gebildet und es war klar, dass sich bis Mitte Juli zur Deadline etwas bewegen würde. Und fertig war die Sache. Ok 40Mio. im ersten Jahr ist einfach nur krank. Kann es eigentlich nicht verstehen, warum ein Spieler so viel bekommt und damit ja auch für andere Spieler weniger zur Verfügung steht... naja, aber die Saints sind ja nicht doof, die Garantiesumme wird ja nächstes Jahr weniger und dann kann man auch Jimmy Graham richtig bezahlen. Das haben Matt Forte und Ray Rice nun auch schon hinter sich, was ebenso mehr als logisch war. Maurice Jones-Drew wartet noch und setzt erst mal auf Streik… irgendwie auch zu Recht. Ich mein: Kennt irgendjemand einen anderen Spieler im Team von Jacksonville? – Come on, man!

Beeindruckende Rookies und Wiederholungstäter?
Es wird sich aber auch alles irgendwie regeln und soll nicht den Blick auf die neuen verdecken, die da im Anrauschen sind…: RG3! Hui, was ein krasser Typ.


Von ihm wird viel zu sehen sein. Genauso wie von Trent Richardson, Morris Claiborne oder Justin Blackmon (ok, doch noch einer in Jacksonville ;) ) und den ganzen anderen hungrigen Jungs. Ganz zu schweigen von den Rookies des letzten Jahres, die sich beweisen müssen: Von Miller oder Cam Newton, der Rookie der Saison.
Und was dürfen wir erst wieder von Brady, Brees und Co erwarten. Dirigiert Aaron Rodgers die Packers-Offense wieder wie ein Uhrwerk?
Mmh, wir werdens sehen und hierbei auch noch eines der lustigsten Videos der Offseason: ein sehr ironischer Vikings-Fan „freut“ sich über ARods Ehrungen (und seine Verfehlungen)… ;)


Mitterweile ist Rodgers auch noch zur Nr.1 bei den Top 100 Players der Liga gewählt worden – von seinen Kollegen. Respect. Das soll was heißen. Dass NFL-Network die ganze Liste wochenlang vor sich hertrieb und nahezu tot-diskutierte, hatte schon was von Fans-Domptieren, aber schon ganz schön gerissen, immer wieder eine neue Diskussionsgrundlage in die Runde zu werfen, um bloß keine Müdigkeit aufkommen zu lassen.

Taking back Sunday!
Man selber beschäftigte sich hier in Deutschland mit Halbfinal-Niederlagen (mal wieder...),mit dem nicht vorhandenen Sommer (mal wieder...) oder kam erst gar nicht in den Urlaub und konnte mal auf andere Gedanken kommen. Jetzt ist es aber wieder soweit: Sonntage, an dem man sich wie blöd auf die Spiele am Abend freut, Wochen, in denen man nahezu reflexhaft mehrmals am Tag die nfl.com Videothek hoch und runter anschaut oder Fan-Seiten durchstöbert… irgendwie bizarr, aber ok, so sind Fans schon mal. Und besser als Briefmarken sammeln ist es allemal (nicht gegen Briefmarken… seeehr coole Sache, aber was ist ein Brief?, anyway), aber nichts ist besser als exakt-getimete Pässe zu bestaunen oder Running-Backs durch ein Haufen gegnerischer Spieler laufen zu sehen, oder Receiver, die per BackFlip in die Endzone springen… einfach cool und selbst wenn man sich Sonntag-Nachts irgendwelche Comeback-Wins reinzieht, sagt man am nächsten Tag übermüdet trotzdem: das war es wert. Das ist halt American Football…
in diesem Sinne: Get ready for some Football!

ms


p.s. dies sollte eigentlich erst gar keine Ode an den Football werden, aber endlich geht’s wieder los, mann! ;)

Mittwoch, 25. April 2012

Draft-Philosophien at its best

In zwei Tagen geht’s los in New York City – der NFL Draft 2012 geht in der legendären Radio City Music Hall über die Bühne. Die besten Nachwuchsspieler können von den Profi-Teams ausgewählt werden.
Entscheidende Frage natürlich für die Teambesitzer und –verantwortlichen: Wie gehen wir an den Draft heran? Welche Spieler können wir gebrauchen? Und was gibt es überhaupt für Spieler im Angebot?
Alles natürlich enorm schwierig zu beurteilen und jeder macht das auf seine Weise – deswegen gibt es auch so viele unterschiedliche Draft-Vorhersagen für die so wichtige erste Runde, in der alle Teams einen auswählen können. Wir haben unsere Tipps schon abgegeben, jedenfalls für die ersten wichtigen Clubs.
Doch wie gehen eigentlich die Teams vor, die am Ende der Runde einen Rookie auswählen dürfen?

Wissen ist Macht
An sich gestaltet sich das nämlich weitaus schwieriger als am Anfang der Runde zu draften. Dort hat man die besten Spieler der Collegeligen zur Auswahl – die Elite quasi – und kann dann aussuchen, auf welcher Position man sich verbessern will. So in der Denke: Wir brauchen einen neuen guten Quarterback, also nehmen wir den besten überhaupt. Punkt. Siehe Indianapolis.
Aber je weiter man nach unten im Ranking schaut, umso mehr Möglichkeiten ergeben sich. Viel mehr muss man einschätzen, ja vorherahnen können: welcher Spieler könnte an welcher Position noch zu haben sein? Welches Team schnappt mir vielleicht „meinen“ möglichen Top-Spieler weg? Und wo liegen eigentlich die unentdeckten oder weniger wertgeschätzten Diamanten, die ich an Stelle 32 oder noch später abgreifen kann?

Vorbereitung ist eines, Philosophie was anderes
Klar, kann man sich alle möglichen Spieler anschauen und eine Vielzahl von denen in die engere Auswahl nehmen, beobachten lassen, andere Mannschaften einschätzen usw usf. (und dazu haben die meisten NFL-Teams auch riesige Scouting-Abteilungen), aber viel wichtiger ist eine Philosophie, die hinter diesem ganzen Informationen-Sammeln steht. Gerade bei Teams, die meist nicht in den Genuss kommen TOP 10 Picks abzubekommen – so wie die konstant guten Packers, Patriots, Steelers oder Giants. Sie müssen differenzierter vorgehen, gewiefter und mit einem Plan. Das kann ganz unterschiedlich ausfallen:

Der beste Spieler, der vorhanden ist
Ted Thompson, langjähriger GM der Green Bay Packers, verfolgt seit Jahren immer wieder die Strategie die besten vorhandenen Spieler an der jeweiligen Position zu draften - ziemlich egal, welche Bedürfnisse das Team derzeit hat. Er müsse schauen, den Verein für die nächsten Jahre gut aufzustellen und nicht kurzfristig zu denken, meinte er letztens dazu. Da gibt er auch schon mal zwei Jahre hinter einander einen Erstrunden-Pick für ein Offensive Lineman her, wenn dieser gerade noch zu haben ist – okay, verständlich wenn man Aaron Rodgers schützen will. So geschehen jedenfalls in den letzten beiden Jahren (Bryan Bulaga (2010), Derrick Sherrod (2011)), ohne dass Thompson endlich auch mal die Defensive Line stärkte, was den Packers letztes Jahr in den Playoffs das Genick gebrochen hat. Trotzdem ist nicht ganz klar, ob dies im Draft 2012 von Thompson behoben wird: in einigen Packer-Foren überlegt man schon, ob er vielleicht sogar C Peter Konz nimmt, wenn dieser noch zu haben ist – anstelle eines guten OLB oder DE. (Kann sich Thompson aber nicht wirklich erlauben, diese Schwachstelle im Team zu ignorieren, aber mal sehen, was er dieses Mal aus dem Hut zaubert)

“Build a Team instead of collecting talent”
Eine ganz andere Herangehensweise hat mal wieder Bill Belichik als Head Coach der New England Patriots. Seit Jahren ist er derjenige, der durch seine Geschick, sein Gespür und seine Innovationen den Draft aufwühlt. Immer wieder tradet er Picks weg, geht freiwillig aus der ersten Runde raus, um sich mehr Picks in den anderen Runden zu holen. Idee dahinter: er kennt die Bedürfnisse anderer Teams so gut, dass er seinen gewünschten Spieler auch einfach ein paar Picks später bekommen wird und so noch einiges rausholen kann. Dieses Jahr z.B. gleich 2 Erstrunden-Picks. Keiner geht ernsthaft davon aus, dass Belichik beide einlösen wird – einer wird mindestens weggetradet an andere Teams.
Belichik sucht sich schlicht seine Spieler nach seinem System aus: Wer flexibel einsetzbar ist und für die Position, die er sich vorstellt, am besten passt und das Team weiterbringen kann, der wird ausgewählt – die bloße Ansammlung von Talent reicht dem Trainer-Genie nicht, so NFL-Experte Michael Lombardi, der selbst mit Belichik zusammengearbeitet hat. Beste Beispiel: 2009 draftete er einfach den besten TightEnd in der 2. und einen weiteren in der 4. Runde – Rob Gronkowski und Aaron Hernandez! 2 Spieler, die extrem flexibel einsetzbar sind (Hernandez spielte in den letzten Playoffs zwischendurch auch einfach mal als Running Back!) und so „sein“ System und sein Team verbessern.

Eine Draft-Philosophie sollte man als Team in jedem Fall haben. Brian Billick spricht bezüglich der Pats noch einen interessanten Punkt an: Sie waren bei den Free Agents schon recht aktiv und haben vor dem Draft eigentlich keine großen Schwachstellen mehr. Sie können also quasi unbeschwert nach Spielern Ausschau halten, die sie bereichern. Ziemlich luxuriöse Position, die noch einmal verdeutlicht, dass man durch den Draft nicht alle Probleme auf einmal lösen kann!! Versteift man sich zu sehr auf einen Pick oder einen Spieler, kann das ganz schnell nach hinten losgehen. Die Liste der größten Draft-Busts ist lang…
Mal sehn, wer dieses Mal wieder in die Tonne greift ;)

ms

Freitag, 27. Januar 2012

Peyton Manning und die Frage, wie mans richtig macht

Die Footballsaison in den USA ist noch nicht mal richtig vorbei, da wird von den Teams schon wieder alles getan, um nächstes Jahr noch besser dazustehen. Und wenn jetzt jemand denkt, die Spieler fangen schon wieder zu trainieren, weit gefehlt. Die Elitespieler der Liga schaukeln sich grad so einiges beim ProBowl in Hawaii und der Rest wird fröhlich seine Ferien genießen. Doch in den Büros der General Manager (GM) und Teambesitzer geht es jetzt erst richtig los.
Sie müssen die abgelaufene Saison besprechen, evaluieren und dann zur Tat schreiten. Und das machen sie auch ordentlich. Sechs Trainer wurden bisher Liga-weit ausgetauscht und selbst einige GMs mussten ihre Hüte nehmen.
Doch wenn ein Verein erst mal damit fertig ist, geht’s ans richtig Eingemachte: Welche Spieler sollen jetzt nun im nächsten Jahr die Siege einfahren?
Jeder Coach, GM oder Teambesitzer hat da seine Vorstellungen und einige Spieler werden sich wohl neue Arbeitgeber suchen müssen, auch altgediente Star-Spieler werden darunter sein. Prominentestes Beispiel in dieser Saison: Peyton Manning, 4-maliger MVP der Liga und zukünftiger Hall of Fame Quarterback der Extraklasse.
Er leidet immer noch an einer Nackenverletzung, die ihn die ganze Saison ausfallen ließ, wird bald 36 und sein Arbeitgeber, die Indianapolis Colts überlegen gerade mächtig, ob sie den Vertrag mit ihm verlängern – bis Anfang März müssen sie dabei entscheiden, ob sie die Option ziehen und somit stolze 26 Millionen Dollar an Manning auszahlen. Zugegeben eine schwierige Entscheidung.
Gerade Starspieler in der NFL haben oft eine sehr lange Bindung zu ihrem jeweiligen Verein. Sie werden als „face of the franchise“ vermarktet und um sie ein Team aufgebaut. Oft sind die Quarterbacks diese zentralen Spieler, aber wir reden hier nicht über irgendeinen Quarterback, sondern von Peyton Manning! Seitdem die Colts ihn 1998 gedraftet haben, ist ER der Verein. Bevor er Starting-QB wurde, lieferte der Verein eine schlechte Saison nach der anderen ab. Mit ihm: Playoff-Teilnahmen in 11 von 13 Saisons und ein glorreicher SuperBowl-Sieg 2006. Lustigerweise unterteilt der Wikipedia-Artikel die Zeit der Colts in: vor Mannings Ankunft und danach… Unfassbar, was dieser Mann für den Verein getan hat. Durch die Erfolge des Teams vergrößerte sich nicht nur die Fanschar, es blieb sogar soviel übrig auch noch ein neues Stadion zu bauen.
Die Colts ohne Peyton Manning, das geht gar nicht. Wer noch einen Beweis dafür braucht, schaue sich die letzte Saison an: Nach 10 Siegen in 2010 erreichten die Mannen ohne Manning als QB lächerliche 2 Siege in der Saison 2011, das schlechteste Team der Liga. Zwischenzeitlich schlugen ihn einige sogar als wertvollsten Spieler vor, ohne dass er je einen Ball geworfen hätte. Die Klasse Mannings, auch als quasi-Offensivkoordinator und Mentor vieler Spieler, fehlte einfach.
Und dieser Mann soll jetzt einfach entlassen werden, wie NFL Network Experte Jason La Canfora schon munkelt??? Das wäre so, als wenn der HSV (im Fußball) irgendwann Uwe Seeler vor die Tür gesetzt hätte.
Alles schwer zu glauben, aber so wird es wahrscheinlich kommen. Begründet wird das alles mit der Veränderung, welche die neuen Team-Oberen ins Team bringen wollen, und da seien solche älteren (und teuren) Spieler schon mal im Weg. (bei den Colts werden auch Manning-treue Mitspieler wie Jeff Saturday oder Reggie Wayne in Frage gestellt)
Darf bzw. sollte man mit diesen verdienstvollen Spielern so umspringen? Zumindest fragwürdig ist das schon ein wenig. Natürlich muss sich was ändern im schlechtesten Team der Liga und mit dem primären Auswahlrecht im Draft der besten Collegespieler im April hat man beste Gelegenheiten gute junge Spieler an Land zu ziehen. Viele tippen darauf, dass die Colts Andrew Luck als Quarterback verpflichten – als Ersatz für Manning? Wohl kaum, aber zumindest „the face of the Franchise“ über die nächsten Jahre. Bei Peyton hat es auch mal so angefangen, aber trotzdem ist sowas riskant, wie so viele andere Beispiele aus der Geschichte zeigen. Rookies sind halt nun mal oft unerfahren und müssen sich erst beweisen. Warum also nicht das derzeitige „Gesicht“ des Vereins behalten, den jungen Nachwuchs-QB lernen lassen und den bestimmt auch als Coach brillanten Manning noch weiter behalten??
Klingt gut, oder ist das einfach zu romantisch gedacht? Football ist nun mal ein Geschäft und kein Verein kann es sich leisten, altgediente Spieler einfach so aus Sympathiezwecken zu behalten, gerade nicht bei den Summen, die diese Spieler dann meistens verdienen. Also muss wohl oder übel der Schnitt her.
Auch bei anderen Vereinen läuft das so, oder es ist sich immer halbwegs gut ausgegangen mit den Franchise-Playern und die Entscheidungen waren nicht immer so haarig wir bei Peyton Manning jetzt.
Zum Beispiel beim noch amtierenden Meister aus Green Bay. Dort war die Gemengelage ähnlich. Brett Favre kam 1992 zum Team und führte es aus dem Tal zu mehreren Titeln und einem Superbowl, aber als das Ende der Karriere näher rückte, bereitete man sich in Green Bay schon relativ früh auf die Zeit nach Favre vor: 2005 draftete man den hoch-veranlagten QB Aaron Rodgers und ließ ihn 3 Jahre hinter Favre lernen. Als dieser dann zurücktrat, war das zukünftige „Gesicht“ des Vereins schon längst klar. Gute Strategie, ne? Vor allen Dingen, wenn Rodgers einen zum Super Bowl führt und dieses Jahr höchstwahrscheinlich der MVP der Liga wird.
Scheint man also alles richtig gemacht zu haben, oder? Früh auf junge Spieler setzen, sie heranführen und langsam alte Spieler ersetzen lassen. Klingt doch nach einem super, nahezu sozial-verträglichen Modell…, fast schon idyllisch.
Najaaa, so gut läuft das auch wieder nicht! davon mal abgesehen, dass es beim Wechsel von Favre zu Rodgers erhebliche Missstimmungen bei Favre und verständnislose Fanreaktionen gab, ist und bleibt American Football ein Geschäft. Just in Green Bay, wo alles so scheinbar gut geplant ist, steht 2012 ebenso eine schwierige Entscheidung an: Donald Driver, geliebter Wide Receiver und Dienstältester im Team, kriegt ein wenig zu viel Geld, junge Spieler rücken (wie vorbereitet) nach, aber er hat noch 2 Jahre Vertrag und will sogar noch bis 40 spielen – derzeitiges Alter: bald 37… wie Peyton Manning.
Die „Alten“ wollen einfach nicht weg!!! Und die jungen Talente sollen endlich von der Leine gelassen werden… Tja, was soll man da machen als Teammanager? Hart bleiben und strikt seinen Plan verfolgen?
So gefühlskalt sind dann aber doch die meisten im Geschäft nicht. Am Ende werden Verträge und Zahlungen neu ausgehandelt oder wenn nichts anderes geht, die Spieler zumindest ehrenhaft woanders hingeschickt, auch wenn es zunächst weh tut, vor allen für die Fans.
Doch selbst wenn man sich von altgedienten Spielern trennen muss, am Ende, am Ende kommen sie doch wieder zurück! Spätestens wenn ihre Trikots in die Hall of Fame aufgenommen werden sollen, so wie bestimmt bald mit Brett Favre in Green Bay…, hach ja, rührend dieses Geschäft, wa? ;)

ms