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Dienstag, 31. Dezember 2013

Packers siegen in Chicago - NFC North Titel beschert Re-match gegen 49ers

Allen Green Bay Packers Fans steht wahrscheinlich heute noch das Lächeln ins Gesicht geschrieben: Ein Sieg gegen den Erz-Rivalen aus Chicago am Sonntag und der damit verbundene Einzug in die Playoffs der NFL - die Saison der Packers hatte doch noch irgendwie seine positive Wendung gefunden.
Und es hätte tatsächlich nicht besser gescripted werden können: Letzter Spieltag, "season on the line" für beide Teams bzw. Siegen und in die Playoffs einziehen oder mit hängenden Köpfen nach Hause fahren. und dann auch noch das Comeback vom ehemaligen MVP-QB Aaron Rodgers, nach mehrwöchiger Pause aufgrund eines gebrochene Schlüsselbeines - zugezogen im Spiel gegen... na klar, die Chicago Bears.
Schon vor dem Spiel waren Packer-Fans elektrisiert ob dieser lang ersehnten Rückkehr... 

Rodgers anfänglich unsicher
Und der Star-QB und Heilsbringer Rodgers zeigte auch gleich, warum er so wichtig für das Spiel der Packers ist, die trotz seiner Abwesenheit einer der zehn-besten Offensiven der Liga aufwiesen. Doch Rodgers macht einfach jedes Team noch besser. Gleich den ersten Drive führte er in die Redzone, wo er jedoch unnötigerweise eine Interception warf, weil er Chicagos Safety Chris Conte schlicht übersah. Menschliche Züge, die aber nicht stark ins Gewicht fielen: Die viel gescholtene Defensive der Packers hielt das ein und andere Mal die starken Receiver und RB Matt Forte der Bears in Schach. Nur einmal gelang es den Bears einen Drive zu Stande zu bekommen, der in einem Touchdown von Matt Forte mündete. 7:0 für Chicago. Die restlichen Punkte der ersten Halbzeit erzielte dann nur noch die Packers und das obwohl Rodgers noch ein zweite Interception warf. Die kurioseste Szene spielte sich kurz vor der Halbzeit ab, als "ARod" zum Wurf ausholte, Julius Peppers ihn am Arm erwischte und der Ball mehr oder weniger durch die Gegend flog bzw. eierte. Erst sah es wie ein ungültiger Wurfversuch aus, doch kein Schiedsrichter pfiff und unterbrach das Spiel. Rodgers und WR Jarret Boykin begriffen nur allmählich die Situation, während die gesamte Packers-Seitenlinie schrie, sie sollten den Ball vom Boden nehmen und loslaufen. Tat Boykin auch und rannte in die Endzone. Touchdown. Verdutzte Bears mussten sich erklären lassen, dass der verunglückte Wurf ein regulärer Fumble war und somit das Ei ein "life ball", der von jedem wieder aufgenommen werde konnte. So kann es kommen. Die Packers führten und bauten diese noch mit einem Field Goal aus, 7 zu 13.

Chicago in zweiten Hälfte mit Vorteilen und Matt Forte
Die Bears hätten mit keinem schlechteren Momentum in die Halbzeit gehen können und nun hatten die Packers auch noch gleich Ballbesitz. Doch dieser endete schnell wieder: Nach 2 Versuchen callte Coach Mike McCarthy bei 3rd und 1 Yard ein kurzes Passspiel, der nicht gelang. Es folgte ein genialer Moment von Devon Hester, 5 Läufe von Matt Forte und schon war die 14 zu 13 Führung hergestellt. Warum Coach McCarthy bei so wenigen Yards nicht auf seine gut aufspielenden Running Backs Eddy Lacy und James Starks setzte, konnte man nicht so richtig nachvollziehen. Diese beiden leiteten aber gleich die Antwort der Packers ein - 14Yard-Lauf von Lacy und 41 Yard von Starks - und Rodgers fand ebenfalls-Rückkehrer Randall Cobb für einen Touchdown. Führung Packers, doch an einem Abend mit insgesamt 6 Führungswechseln nicht viel wert. Ein Big-Play auf einen der gefährlichen Receiver der Bears - Alshon Jeffrey - später und die Bears machten einen TD zur erneuten 1-Punkte-Führung. Es hätte kaum spannender sein können.

"Drive of the Week" bringt Packers in die Playoffs
Die Bears übernahmen nun immer mehr das Kommando und gerade Matt Forte überlief die Packers Defensive quasi - am Ende hatte er 110-Lauf-Yards und 47-Pass-Yards auf seinem Konto. Und als dann auch noch Brandon Marschall einen Pass QB Jay Cutler in der Endzone fing, wurde es eng für die Packers. Doch hier zeigte sich nun die Zuversicht, welche die Packers mit Aaron Rodgers als Quarterback auszeichnet: Sie vertrauten auf seine Qualitäten: Pässe von 34, 12 und 22 Yards und ein Lauf von Eddy Lacy verkürzten schnell den Rückstand und mit einem starken Stop der Defensive, musste der letzte Drive entscheiden, ob es die Packers doch noch in die Playoffs schaffen. LB Mike Neal zitterte dabei die ganze Zeit an der Außenlinie, sagte sich selbst aber immer wieder: "We've got 12" - gemeint #12 - ARod. Dreimal mussten die Packers den 4. Versuch ausspielen - für zweimal 1 und ein letztes Mal für 8 Yard. Die Spieler überredeten Coach McCarthy alles auf eine Karte zu setzen. Bei 4th&8 und die Playoffs auf dem Spiel blitzten die Bears, Rodgers konnte aber - durch einen Block von John Kuhn - entkommen und sah den weit enteilten Randall Cobb der Endzone entgegenlaufen - perfekter Pass, Fang und Touchdown.
Die restlichen 30 Sekunden reichten dann nicht mehr für die Bears, die Hail Mary wurde abgefangen und die Packers dürfen sich nun auf ein Heimspiel am kommenden Sonntag freuen. Was ein Spiel.



Rodgers gibt Packers auch Chance gegen die 49ers
Als Gegner im legendären Lambeau Field (bei voraussichtlich minus 15 Grad) warten nun die San Francisco 49ers - ein Playoff Re-match also vom letzten Jahr, nur dieses Mal im kühlen Wisconsin. Sicherlich wird das ein Faktor sein, welchen die 49ers berücksichtigen müssen, trotzdem gehen sie als Favoriten ins Spiel. Sie sind das derzeit "hotteste" Team der NFL, haben 11 ihrer letzten 13 Spiele gewonnen und kommen mit einigen wieder genesenden Spielern langsam richtig in Fahrt.
Doch auch die Packers glauben nun an sich und "confidence" ist manchmal alles. Nach einer Saison mit vielen Veränderungen und Verletzungen, sind sie mit Rodgers schwer auszurechnen. Die letzten Wochen haben sie für alle Eventualitäten gestärkt, meint auch Coach McCarthy. Mit ihrem starken Laufspiel (siebt-bestes der Liga) und einem MVP-QB können sie gegen jedes Team der Liga Punkte erzielen. Die Defensive wird - gerade nach dem Ausfall von Clay Matthews - entscheidend sein, aber auch hier hat die Secondary immerhin in den letzten Wochen einige Ballgewinne verzeichnen können. Diese sind in jedem Fall nötig. Ob das dann ausreicht, ist zwar zu bezweifeln, aber Drehbuch-Regisseure hätten es nicht besser schreiben können: Führt Aaron Rodgers die Packers auch noch zu einem Sieg gegen Colin Kaepernick und Co, dann wird alles möglich. Steve Mariucci - ehemals Coach der 49ers und QB-Coach bei den Packers - meinte am Sonntag noch vor dem Spiel, dass es schlicht nur sehr wenige Spieler gibt, die den Unterschied ausmachen können, die Schwächen des eigenen Teams "maskieren" können - z.B. Brady, Manning, Rodgers. mal sehen, ob es #12 am Sonntag wieder gelingt...




ms

Mittwoch, 30. Oktober 2013

Dominante Vorstellung in Minnesota - Packers mit Running-Game Geheimfavorit?

Vieles könnte man am letzten Spieltag der NFL diskutieren. Das Temperament von Dez Bryant, schon wieder ein Comeback-Win von Tom Brady, das Marschieren der jeweiligen Conference-Favorites Seahawks, 49ers, Saints, Broncos und Chiefs. Doch die haben mich alle nicht so wirklich interessiert. Ein Team fliegt immer noch irgendwie unter dem Radar: die Green Bay Packers.

Dominierende Packers
Das Spiel am Sonntag gegen die Vikings war ein Parade-Beispiel, wie dominant man Football-spielen kann. So stark habe ich bisher kaum ein Team gesehen. Minnesota – und das obwohl zu Hause spielend – hatte nicht den Hauch einer Chance.
Manchmal drücken es gewisse Zahlen doch am besten aus: Von 60 Minuten Spielzeit hatten die Packers 40 Minuten den Ball und während des gesamten Spiels haben sie nicht ein einziges Mal gepuntet. Effizienz, wohin das Auge reicht! Dass sie am Ende mit einer komfortablen Führung sogar noch zwei Touchdowns herschenkten, hat eigentlich nur kosmetischen Wert. Und hier lügt man nicht mit Statistik, denn das Endergebnis von 44:31 drückt das noch nicht mal genau aus: Das Spiel war noch einseitiger!
Der Kick-Off-Return-Touchdown der Vikings zum Start des Spiels war nahezu die einzige nennenswerte Aktion der Heimmannschaft in der ersten drei Vierteln des Spiels! Danach schlossen die Packers einen 90-Yard-7,5Minuten- und einen 82-Yard, 8,5Minuten-Drive jeweils mit Punkten ab. Jordy Nelson mit einem 76-Yard-Catch-and-Run-Touchdown und ein Punt-Return-TD des Rookies Micah Hyde sorgten für 24 Punkte zu Halbzeit für die „Cheese-Heads“ aus Wisconsin.
Die Vikings konnten kurz vor der Pause zwar noch einen Touchdown von Adrian Peterson bejubeln, den Drive am Leben hielt jedoch eine Pass-Interference-Strafe, die selbst Vikings-Fans als großzügig betiteln würden. Dass der vorherige Drive der Vikings auch durch eine dumme Strafe eines Packers am Leben erhalten wurde, erwähnen wir mal erst gar nicht. Jeweils wäre es ein 3-and-out und die Vikings noch weniger auf dem Platz gewesen.

Zweite Halbzeit, gleiches Spiel
Und das Schlimme war: Es ging so weiter. Die Packers legten gleich nach der Pause einen sage und schreibe fast-9-Minuten-Drive hin, an dessen Ende Rookie-RB Eddy Lacy das Ei nur noch ein Yard in die Endzone hämmern musste. Doch damit nicht genug: Ein schnelles 3-and-out für die Vikings und zack war es der andere Running Back der Packers (James Starks), der zu Beginn des vierten Viertels die Führung auf 38:14 ausbaute. Das Spiel war so gut wie zu Ende.
Dass die Packers dann wiederum die Vikings nach 3 Versuchen und 3 Yards auf die Bank schickten und ihrerseits wieder bis zu 1-Yard-Linie marschierten, kann eigentlich nur noch als Macht-Demonstration gedeutet werden. Wohlwollend wurde dann 2 Gänge zurückgeschaltet, um die Vikings auch noch ein wenig spielen zu lassen.

Laufen und zur Not wirft ein MVP
Die Kommentatoren des Spiels waren zu dieser Zeit bereits voll des Lobes und wussten gar nicht, bei wem sie anfangen sollten: Lacy, Starks, Defense, Rodgers, Nelson. Aber eines stand fest: wenn die Packers so weiter spielen, möchte sie keiner gerne als Gegner haben!
Und die Gründe für diese derzeit sehr solide und dominante Spielweise, liegen deutlich auf der Hand: Die Packers haben endlich wieder ein Running Game! Eddy Lacy bekam am Sonntag 29 Mal den Ball in die Hand gedrückt und erlief fast 100 Yards. James Starks – wiedergenesen nach einer Verletzung – trug sein Teil ebenso bei. Ein „Hammer“-RB und schwer zu fassende Läufer mit Starks und Rookie Johnathan Franklin sorgen für ein sehr zu respektierendes Laufspiel der Mannschaft aus Wisconsin und verleihen dem Team die Ausgeglichenheit, nach der es so lange gesucht hat. Ewigkeiten ohne einen Läufer über 100 Yards pro Spiel gehören der Vergangenheit an, nun ist dies fast regelmäßig der Fall. Gerade in der aufziehenden kalten Jahreszeit wird dieses Laufspiel noch mehr Wirkung entfalten als jetzt bereits.



Und nach so einem langen Text über die Packers, hab ich noch nicht mal einen Satz zu Aaron Rodgers geschrieben. Kommt auch nicht so oft vor… - aber über diesen Mann muss nicht mehr viel Worte verlieren. „Ridiculous“, was er da manchmal so für Pässe wirft: Am Sonntag hätten die verteidigenden Vikings sich schlicht kurz ans Ohr fassen müssen und der Pass wäre abgefangen gewesen: zweimal rasierten die Würfe von „ARod“ die Köpfe der Verteidiger und landeten punktgenau in den Händen von Jordy Nelson, der daraus natürlich einen Touchdown machte. Dass Rodgers auch die Noch-No-Name-Receiver, die er derzeit zur Verfügung hat, ebenfalls mit guten Würfen versorgte, versteht sich von selbst.

Verletze kommen wieder zurück
Dieser Punkt ist vielleicht derjenige, welcher die Packers zur gefährlichsten Mannschaft der NFC macht: Immernoch müssen sie wichtige Ausfälle verkraften, aber die kommen auch bald wieder zurück. WR James Jones wird bald wieder auflaufen können und WR Randall Cobb wird spätestens zum Ende der regulären Saison dem Spiel wieder mehr Schnelligkeit geben. Zwar ist kaum davon auszugehen, dass TE Jermichael Finley nach seiner Nacken-Verletzung in diesem Jahr nochmal zurückkommt, aber so wie die Offensive derzeit „läuft“ ist auch dies zu verkraften.
Vor allen Dingen weil sich auch die Defensive stärker präsentiert, als viele es vermutet haben - derzeit ist man elfbeste Verteidigung der Liga, viertbeste sogar gegen den Laufangriff. Und auch hier werden wichtige Spieler erst später wieder hinzustoßen, allen voran Star-OLB Clay Matthews. Casey Hayward – letztes Jahr mit den meisten Interceptions bei den Packers – kam dieses Wochenende schon wieder zum Einsatz, LB Nick Perry wird auch bald wieder fit sein. Und bisher machen auch die Back-Ups einen guten Eindruck und werden mit den wiederkehrenden Startern eine gute Rotation bilden können.

Mag sein, dass ich vieles aus einer ziemlichen Beeindrucktheit heraus schreibe, aber die Packers wirken brandgefährlich. Gewinnen sie die wichtigen Divisionsspiele der nächsten Wochen (gegen die Bears und bei den Lions) dürften einige mehr das Team nicht mehr nur auf Platz 9 des Power Rankings sehen...
Derzeit hält Seattle den #1-Seed in der NFC und zu Hause sind die Seahawks seit Weihnachten 2011 nicht mehr geschlagen worden, aber gut…ääh warte mal, da war doch was…: das einzige Team, dass dort in den letzten Jahren gewonnen hat, war: die Green Bay Packers. Letztes Jahr, bis Schiedsrichter sich für das falsche entschieden…



Aber egal, noch ewig hin alles und es kann so viel passieren…


ms




Sonntag, 6. Januar 2013

Wild-Card-Samstag: Favoriten weiter

Erwartungsgemäß war das Erste ein zähes Spiel, das selbst für hartgesottene Fans zu Bewährungsprobe wurde. Aber auch das Zweite war, auf eine andere Art, ähnlich schlimm. Das aufregendste am Samstagabend war noch die neue „Direct TV“-Werbung. Kein guter Start in die Playoffs.

Texans-Spieler, wie Hansdampf in allen Gassen
Wenn zwei gut aufeinander eingestellte Teams, mit jeweils dominierenden Verteidigungslinien, aufeinander treffen dann kommt es zu einem niedrigen Ergebnis, wie am gestrigen Samstagabend, als die Houston Texans die Cincinnati Bengals mit 19 zu 13 besiegten. Deutlich wird, dass sich beide Mannschaften nahezu neutralisiert haben, wenn man die Statistiken der Schlüsselfiguren betrachtet. A.J. Green, Wideout von den Bengals bekam seinen ersten Pass nach 35 Minuten Spielzeit. Hawkins, der kleine und extrem agile Slotreceiver bekam seinen ersten Pass nach ca. 36 Minuten. Die Zeit im dritten Viertel war auch der Moment, wo die Offensive der Bengals ins Rollen kam. Doch selbst das nur bedingt. QB Andy Dalton konnte keinen Touchdown für sich und seine Mannen verbuchen. Alleine Fieldgoals und ein Pick-6 hielten das Spiel spannend. Die Cornerbacks aus Texas hatten ihre Gegner gut unter Kontrolle. Aber vor allem war es Dalton, der die zweite Wild-Card-Begegnung dieser Art in zwei Jahren verlor. Man muss seinen besten Spieler auch die Chance geben ins Spiel zu kommen. In seiner noch jungen Karriere konnte sich A.J. Green von seinen Sportskollegen absetzen, weil er auch nahezu aussichtlose Pässe an sich bringen konnte. Schwer möglich wenn der Ball nur zehn Mal in seine Richtung gespielt wird. Sechs der zehn Pässe kamen nicht an.  
Für die Houston Texans war die Erleichterung groß. Die letzten Niederlagen sind nun vergessen. Im Großen und Ganzen spielte, die Mannschaft von Cheftrainer Gary Kubiak mit Freude. Defensive End J.J. Watt, Anwärter auf den Defensivspieler des Jahres, der die Verteidigungslinie mit fünf Tackles, einem Sack und einem abgewehrten Pass dominierte, sagte am Ende der Begegnung, dass jeder Spieler, wie Hansdampf in allen Gassen herumsprang. „Jeder hatte Spaß.“ Besonders für Matt Schaub hätte das eine bedeutsame Maxime sein müssen, doch er spielte mit unter angespannt. Für Schaub war dies das bisher wichtigste Spiel in seiner Karriere und das bisher einzige Playoffspiel. Sein Ersatzmann T.J. Yates, der damalige dritte QB und Rookie, brachte die Texans letztes Jahr über die Wild-Card. Nächste Woche gegen die New England Patriots hat Schaub die Chance zu zeigen, dass er sein 62-Millionen-Dollar-Vertrag wert. Gegen Bill Belichick und Tom Brady wird es jedoch mehr als schwer.    

Fremdschämen während der Vikings Offensiv-Blamage  
Für die Green Bay Packers war es eine Genugtuung. Für die Minnesota Vikings war es eine Blamage. Dabei ist das Ergebnis mit 24 zu 10 noch wohlwollend. In der Mitte des dritten Viertels, als das Spiel bereits beendet war, weil die Vikings mit 3 zu 24 zurücklagen, bekam man als Zuschauer ein Gefühl von Fremdschämen. Dass die Packers nicht noch ihre Startelf auf die Bank geschickt haben, um sie für das kommende Spiel gegen die San Francisco 49ers zu schonen, war alles. Ein Armutszeugnis für den Trainerstab. Die Schuld beim dem zweiten Quaterback Joe Webb, der für den verletzten Christian Ponder eingesprungen war, zu suchen, wäre nur ein vorgeschobenes Argument, das nur eins verschleiern solle, das Versagen der Trainer.
Was hat sich mit dem Wechsel auf der Quaterback-Position für die Packers Defensive geändert? Nichts. Hätten sie nun alle elf Mann auf dem Feld auf Adrian Peterson setzten sollen? Nein. Der Fokus für die Packers war es, den gefährlichsten Spieler auf dem Feld zu stoppen. Und das war AP, egal wer den Ball wirft. Sicherlich, Joe Webb ist etwas athletischer und brachte die Packers Defensive mit der Read-Option-Offensive im ersten Drive, aus der Balance. Warum die Vikings auf die Strategie nicht mehr zurückgekommen sind bleibt fraglich. Cheftrainer Leslie Frazier sagte dazu: „Ab einem gewissen Zeitpunkt, möchte man Passspielzüge ausführen.“ Was ab und an in der Saison noch nicht mal mit Christian Ponder geklappt hatte. So kam es das Webb nur 11 von 30 Pässen an den Mann brachte und Peterson unter 100 Yards blieb. Quaterback Aaron Rodgers funktionierte zeitweise wie ein Uhrwerk. Aber nur zeitweise. Acht von zwölf Drives endeten mit einem Punt, die meisten am Ende des Spiels.
Haben die Packers da schon bewusst das Tempo gedrosselt? Oder war es Unvermögen? Nächsten Samstag, wenn sie gegen einen ernstzunehmenden Gegner spielen, werden wir es wissen. 

mh

Freitag, 4. Januar 2013

Wild-Card-Samstag: AP auch in den Playoffs erfolgreich und schaffen die Texans die Wende?

In den letzten 6 Spielzeiten kamen 5 der SuperBowl-Sieger aus der Wildcard-Teams. Die Statistik dürfte genug Argument sein, wie wichtig das Erreichen dieser Wildcard-Runde für viele Mannschaften ist, und auch, wie viel Fahrt man in dieser Runde aufnehmen kann, um die Top-gesetzten Teams von ihrem Thron zu stoßen.
In der letzten Woche der regulären Spielzeit wurden die noch vakanten Plätze in der Wild-Card-Runde vergeben. Den umkämpften #6-Seed in der NFC ergatterten sich die Minnesota Vikings, die damit die Green Bay Packers noch von ihrem #2-Seed stießen und es nun am Samstag abend zu einem Re-Match genau dieses Spiels kommt - dieses mal jedoch im kalten Green Bay. brrr

Adrian Peterson nah dran am Rekord und nicht zu stoppen von den Packers
Es war schon ein unfassbares Spiel in Woche 17 der NFL: Adrian Peterson von den Vikings benötigte noch 208 Yards gegen die Packers, um den Rekord der meist-erlaufenden Yards in einer Saison zu brechen. Am Ende hatte er 199Yards erlaufen! 9 Yards fehlten ihm zum Rekord, und das obwohl alle Welt wusste, dass die Vikings hauptsächlich ihm dem Ball geben würden. Der Rekord war Peterson zum Ende des Spiels aber wohl nicht mehr so wichtig, denn in erster Linie zählte der Sieg gegen die Packers und damit der sichere Einzug in die Playoffs. und das gelang auch: 37:34 hieß es zum Schluss und mit 4 Siegen in Serie haben es sich die Vikings wahrlich verdient. Die Siege der Bears oder Giants kümmerten sie dann wenig.
Die Packers hingegen war das alles nicht so egal. Für sie ging es auch noch um etwas, nämlich den #2-Seed in der NFC und damit eine Woche mehr Pause, bevor es dann in die Playoffs geht. Gerade in der ersten Halbzeit zeigte jedoch die Mannschaft aus Green Bay kaum ihr gefährliches Offensiv-Spiel, lag 10-20 zur Halbzeit zurück, und konnte auch in der zweiten Halbzeit Adrian Peterson einfach nicht unter Kontrolle bringen. Immer wieder schlechte Tacklings gegen den Running Back, dazu noch kostspielige Strafen gegen die Pass-Defensive und dann reichte am Ende ein aufdrehender Aaron Rodgers (vor allem mit seinem wieder gesundem WR Gregg Jennings) nicht mehr, das Blatt zu wenden. Die Vikings hatten zuletzt den Ball und sicherten sich mit einem Field Goal den so wichtigen Sieg.

Kann Christian Ponder auch in den Playoffs überzeugen?
Was bei dem Spiel im Metrodome in Minnesota auffiel, war aber nicht nur die Laufoffensive der Vikings, a.k.a. AP, sondern auch das solide Passspiel von QB Christian Ponder - im Gegensatz zum ersten Aufeinandertreffen der beiden Teams in der Saison. Er leistete sich keine Fehler und brachte ein ums andere Mal wichtige Pässe an den Mann - wichtig gegen eine Defensive, die sich nahezu ausschließlich auf die Lauf-Verteidigung konzentriert. 3 Touchdown-Pässe waren es am Ende und nun dürfen sich die Packers für das Re-Match im Lambeau Field Gedanken machen, wie sie gleichzeitig Ponder und Peterson verteidigen wollen. Klar, das kalte Wetter in Green Bay (gerade im Gegensatz zum überdachtem Metrodome) wird von den Werfern mehr abverlangen und sicherlich wird sich Packers Defensiv-Gehirn (Koordinator) Dom Capers wieder einiges einfallen lassen, um die Offensive der Vikings zu stoppen. Neben einem besseren Tackling gegen AP, wird dabei auch die Gesundung von Charles Woodson eine erhebliche Rolle spielen. So vielseitig und erfahren wie er ist niemand in der Packers Verteidigung - er könnte einige Löcher stopfen und ist immer für eine Interception gut. Besonders ist zudem - das merkte auch Coach Leslie Frazer der Vikings an - dass Woodson diese Saison noch nicht im Aufgebot gegen Minnesota gestanden hat und so schwer ausrechenbar sein wird.

Auch beim Tacklen von Peterson wird Woodson eine wichtige Rolle zukommen. AP erlief in beiden Spielen diese Saison gegen Green Bay mehr als 400 Yards, die Packers verfehlten dabei 10 Tackles gegen ihn und selbst ein zusätzlicher Lauf-verteidiger half jedes Mal nicht viel - stopping AP is the key. Wenn er am Samstag ähnlich gut drauf sist, dann müssen - wie Gregg Jennings betonte - die Packers schon einen "A-Game" haben, um die Vikings zu schlagen.

Mein Tipp jedoch ist, dass sie das schaffen und souverän gewinnen und dann in der Heimat von ARod die 49ers zum Duell bitten werden.




Bengals vs. Texans: Houston gewaltig unter Druck
Irgendwie ist es schon erstaunlich. Die ganze Saison führen die Houston Texans die AFC an, spielen eine überragende Defensive, JJ Watt ist Kandidat für die Defensiv-MVP und RB Arian Foster hält die Offensive der Texaner am Laufen. Kombiniert mit QB Matt Schaub und WR Andre Johnson ein allgemein sehr gefährlicher Angriff. Doch auf den letzten Metern geht ihnen irgendwie die Puste aus. 3 der letzten 4 Spiele haben sie verloren, obwohl ein weiterer Sieg ihnen den #1-Seed gesichert hätte. Es scheint fast so, dass gegnerische Teams nicht mehr so viel Erfurcht aufbringen oder die Texans durchschaut haben. Oder war die Motivation am Ende nicht mehr da?
In jedem Fall stehen die Texans nun vor einer bedeutsamen Aufgabe: Durch ihre Niederlage gegen die Indianapolis Colts im letzten regulären Saisonspiel, rutschte das Team aus Houston noch auf den #3-Seed der AFC und muss nun in der WildCard-Runde ran - ausgerechnet gegen die Cincinnati Bengals, die 4 ihrer letzten 5 Spiele für sich entscheiden konnten, unter anderem so wichtige Siege wie gegen die Steelers.

Re-Match der letztjährigen Wild-Card-Begegnung
Interessanterweise ist das Spiel die Neuauflage aus dem letzten Jahr, in dem die Texans, angeführt von Arian Foster die Oberhand behielten. Doch seit dem ist viel passiert und nun stehen sich die Teams unter ganz anderen Vorzeichen gegenüber. Die Serien der beiden sind gegenläufig und die Texans werden es schwer haben, die Kurve ausgerechnet in den Playoffs wieder zu bekommen. Wichtigstes Problem der  Texans ist ihre Offensive. Arian Foster ist nicht mehr so explosiv wie üblich und vor allen Dingen QB Matt Schaub schwächelt derzeit: nur 1 TD-Pass in den letzten 4 Spielen sprechen Bände. Auch gegen Indianapolis am letzten Sonntag merkte man diese Verunsicherung: Mitte der ersten Halbzeit: Texans im Angriff, angedeutetes Laufspiel, Schaub bootleg nach rechts, sein anvisierter Receiver hat weiten Vorsprung zu seinem Gegenspieler und nichts als grüner Rasen vor sich. Was macht Schaub: wirft den Pass zu kurz und wird intercepted. Die Colts kriegen den Ball und machen einen Touchdown. Sowas kann passieren, aber in der derzeitigen Situation der Texans nahezu schon sinnbildlich, gerade für den Zustand der Houston Offense und dessen Taktgeber. Auffallen tut, wie Schaub immer in den entscheidenden Spielen schwächelt: die letzten beiden Spiele ging es um alles: kein TD. und jetzt kommt auch noch eine der besten Verteidigungen der Liga zum Re-Match ins Haus! Das wird brandgefährlich.

Duell der Defenses
Es wird sicherlich ein sehr von der Verteidigung geprägtes Spiel werden. Die Houston Offense stockt, hat aber selbst eine starke Defensivreihe, die Bengals-QB Andy Dalton erheblich unter Druck setzen wird. Im letzten Jahr warf er 3 Interception, in diesem Jahr wirkt er jedoch reifer und überlegter. Das wird er auch brauchen, genauso wie ein gut aufgelegten WR AJ Green. 
Wichtig wird aber die Performance der Cincinnati Defensive sein. Sie stellt eine der 5 besten Verteidigungen der Liga und hat schon mehrmals bewiesen, wie sie nicht nur verteidigen, sondern auch punkten kann. Gegen einen verunsicherten Matt Schaub wird sie darauf abzielen.
Viele Experten tippen zwar auf die Texans, aber Geheimtipp sind die Bengals schon lange nicht mehr. 
Meine Prediction: Die Texans berappeln sich trotzdem und ziehen sicher in die nächste Runde ein.



ms

Samstag, 29. Dezember 2012

Der letzte Spieltag und die Frage der Wachablösungen?

Bold-Predictions für die letzten Spiele, große Vorhersagen, welche Teams gerade „heiß“ sind oder noch werden...: alles nicht mehr so wichtig, wenn es am Sonntag zu den letzten wichtigen Spielen der regulären NFL-Saison kommt. Es wird ernst.
Einige Teams haben sich schon vor Weihnachten aus dem Playoff-Rennen katapultiert und müssen jetzt zugucken. Allen Voran: Die Pittsburgh Steelers. Von mir nicht für möglich gehalten, aber tatsächlich konnten sie am Sonntag im eigenen Heinz Field nicht gegen die Divisions-Rivalen aus Cincinnati gewinnen. Trotz keinem Offensiv-Touchdown der Bengals und Ballverlusten, schafften es die Steelers nicht, das Ruder ihrer Saison-Fahrt nochmal rumzureißen. Die Defensive der Bengals schrieb die Geschichte dieses jungen Cincinnati-Teams, mit zwei Interception, die letzte nur Sekunden vor Ende des Spiels, die das Sieg-bringende Field Goal bereitete. Am Ende hieß es 13-10 und die Wachablösung scheint perfekt. 
Die Steelers gewinnen nicht mehr die engen Spiele (5 Saison-Niederlagen mit 3 Punkten oder weniger), Big Ben ist nicht mehr der „Clutch“-Quarterback wie zu alten Zeiten – ein deutliches „Shame!“ für seine Interception nur Sekunden vor der Verlängerung - , das Running Game ist irgendwie auch nicht existent und die Defense kann auch nicht alle Fehler und Ballverluste der Offense rausholen.
Die Bengals hingegen haben in den letzten 7 Spielen im Schnitt nur 11 Punkte erlaubt, zeigten auch am Sonntag, wie viel Druck sie auf gegnerische QBs ausüben können und mit solch einer Verteidigung im Rücken, reichen auch ein paar einzelne gute Spielzüge von QB Andy Dalton und WR AJ Green allemal aus. Gleich folgend auf die Interception der Defense Sekunden vor Schluss sorgten die beiden Star-Spieler mit einem sehenswerten Pass für 20 Yards Raumgewinn und bereiteten das Field Goal zum Sieg vor. Klasse. Dass die Defense mehr Punkte als die Offense der Bengals machte, ist dabei eher zweitrangig: AJ Green sagt selbst über seine Verteidigung: „If we put up some points, they're going to hold them.“ Da wächst ein junges, und defensiv-starkes Team heran, welches den alt-eingesessenen Top-Spots in der AFC North in Frage stellen kann – mit dieser Defensive allemal. Die Steelers wurden nun schon besiegt, am Wochenende warten die Baltimore Ravens, die zwar am Sonntag die Giants zurechtwiesen, aber immer noch erhebliche Fragezeichen produzieren. Zum Glück für die Ravens haben sie schon den AFC North-Titel sicher, Cincinnati wird mit dem 6.Playoff-Platz in die Post-Season gehen, so wie im letzten Jahr. Back-to-back Playoff-Teilnahmen der Bengals sind schon echt beachtlich, in den Wild-Card-Spielen gegen wahrscheinlich die New England Patriots wird es sicherlich nicht leichter, aber das Team ist auf einem guten Weg und warum sollen sie nicht schon dieses Jahr auch den großen Tom Brady zu Fall bringen?

Verspielen die Texans noch den #1-Spot?
Ansonsten ist in der AFC schon vieles entschieden. Nur um die Plätze geht es noch. Die Texans könnten mit einer Niederlage gegen die schon qualifizierten Colts am Sonntag sogar noch ihre Erst-Runden-Freizeit aufs Spiel setzen. Die Vikings zeigten dem #1-Spot-Team der AFC deutlich die Grenzen auf und mit einer weiteren Niederlage und erwartbaren Siegen von Denver (vs. Kansas City) und New England (vs. Miami), würden die Texaner auf den #3-Spot zurückfallen und gegen die Bengals antreten. Na ganz was tolles. Die lange Zeit recht überzeugenden Texans taumeln ein wenig in die Playoffs – demgegenüber machen sich die Denver Broncos um Peyton Manning auf, Top-Favorit auf den Titel zu werden, von den Texans redet derzeit kaum noch jemand...



NFC: Das große Hauen und Stechen um die restlichen Plätze
Die New York Giants haben noch Chancen auf die Playoffs! Ja, richtig gehört. Mathematisch ist so einiges möglich, glauben tut wahrscheinlich keiner mehr dran, aber das ist ja eine andere Frage...
Und die Chicago Bears feuern die Green Bay Packers an, dass diese am letzten Spieltag die Minnesota Vikings schlagen... oh man, die finale Woche vor den Playoffs treibt schon seine Blüten.
Aber zum Punkt. Oder zur Story. Auch in der NFC hab ich das Gefühl, eine gewisse Wachablösung steht bevor:
Junge Teams stürmen ins Playoff-Bewerber-Feld und haben gute Chancen, hineinzustoßen: Die Redskins sind grad richtig gut drauf, die Seattle Seahawks schießen derzeit nahezu jedes Team aus dem Stadion und die Minnesota Vikings werden auf Adrian Petersons Rücken überallhin getragen. Am Wochenende siegten die Vikings gegen die Texans und die Seahawks demontierten die San Francisco 49ers. Das sind mal Ansagen, wenn man in die Playoffs will.

Die Seahawks mit einem Ausrufezeichen an die NFC-Konkurrenz
150 Punkte in den letzten 3 Spielen! Das muss man erstmal schaffen. Die Seattle Seahawks führen das gerade vor und zählen mit diesem Lauf zu den interessantesten Teams für die Playoffs, laut ESPN sind sie "heißer als heiß". Maßgeblich daran beteiligt ist Rookie-QB Russell Wilson, der am Sonntag gegen die 49ers ziemlich überragend agierte. Immer wieder entwischte er Verteidigern und ist außerhalb der „Poket“ genauso sicher und akkurat mit seinen Pässen. Auch wenn die Seahawks nur als Wild-Card-Team in die Playoffs ziehen werden, werden sie bei diesem Lauf der letzten Spiele nicht wütend darüber sein.
Wer da auf sie wartet, ist noch weit offen! Die Seahawks werden – ein eigener Sieg gegen St.Louis und ein Sieg der 49ers gegen die Arizona Cardinals vorausgesetzt – auf dem #5-Playoff-Spot bleiben. Der Rest muss noch entscheiden werden - heiß sind sie allemal und streiten sich um den #1-HOT-Spot mit den Packers...



Schaffen es die Vikings gegen die Packers?
Neben dem Ultimativ-Playoff-Spiel der Redskins gegen die Cowboys, ist ein weiteres Spiel entscheidend für die Playoff-Plätze in der NFC: Die Vikings können zu Hause gegen die Packers mit einem Sieg ihre erste Playoff-Teilnahme nach 2009 perfekt machen. Ein Sieg und die Rivalen aus Chicago ziehen den kürzeren. Doch die Packers wollen ebenfalls ihren #2-Spot und die Erst-Runden-freie Zeit genießen und werden sich wohl kaum schonen. Ein richtiges Endspiel also, denn mit einer Niederlage der Vikings müssten gleich 3 Teams ebenso verlieren, um dem Team aus Minnesota noch den letzten NFC-Playoff-Platz zu bescheren. Die Bears würden am besten von diesem Sieg der Packers profitieren und in die Playoffs gehievt – vorausgesetzt ein eigener Sieg gegen die Detroit Lions. Die Experten sind sich nicht so recht einig: die meisten tippen auf die Bears als #6-Team, doch alle würden es dem heißen MVP-Kandidaten Adrian Peterson gönnen – wahrscheinlich sogar viele Packers-Fans - , die 2000 Yards zu schaffen und vielleicht auch die Ur-Rekord von Eric Dickerson zu brechen. Die benötigten mehr als 200 Yards sind aber wahrscheinlich auch nötig, um gegen Noch-MVP Aaron Rodgers und seine Packers zu bestehen. 
wow, was eine Spannung. Crunch Time, baby :)

ms

Samstag, 15. Dezember 2012

Bold Predictions - NFC-Playoff-Spots zu vergeben

Mit Vorhersagen ist es ja immer so ein Ding. Vor der Saison haben wir unsere Favoriten im Superbowl (Paarung + Gewinner) getippt und zudem auch auf den Coach of the Year oder auch den MVP der Saison. Zwar stehen da auch so Namen wie Michael Vick, aber eigentlich liegen wir nicht schlecht im Rennen.
Aber jetzt sind noch 3 Spieltage zu spielen und dann gehts in die Playoffs - ein überschaubarer Zeitraum, mal wieder ein paar Vorhersagen rauszuholen. Welche Mannschaften schaffen es in die Playoffs, welche Teams scheitern? Durchaus nicht ganz einfach zu entscheiden, aber wir versuchen es mal.
(Kann übrigens jeder selber machen: ESPN bietet eine "Playoff-Machine" an. Etwas martialisch ausgedrückt, aber man kann die Ergebnisse der letzten 3 Spieltage tippen und hats raus... ;) 

als erstes gehts um die NFC.. :

#1-Team: Atlanta Falcons
Obwohl in der letzten Woche strauchelnd und meiner Meinung nach nicht ausreichend überzeugend für einen weiten Playoff-Run, schaffen es die Falcons auf den #1-Spot. Mit derzeit 11-2 Siegen liegen sie ein-einhalb Siege vor den 49ers und 2 vor den Packers. Das dürfte reichen. Zwar werden sie gegen die Giants an diesem Wochenende untergehen, aber dann gegen die Lions und zu Hause gegen Tampa das Ding nach Hause fahren und ein Erst-Runden-Bye ergattern, dann kommen aber 49ers, Giants etc ins Haus und dann is Ende im Gelände. (am Ende: 13-3)

#2-Team: Green Bay Packers
Die Packers in ihren letzten 8 Spielen mit 7 Siegen klar auf einem aufsteigenden Ast. Rookies springen reihenweise in die Bresche und auf einmal geht sogar ein Running-Game (Aaron Rodgers letzte Woche ohne TD-Pass! na, wie geht denn sowas?) Zudem kommen diese Woche gegen die Bears Clay Matthews wieder zurück (Achtung Jay Cutler!) und in den nächsten Wochen auch wieder All-Pro Charles Woodson. Dann kriegt die junge Bande auch noch Erfahrung hinzu und dürfte gefährlich werden für die Playoffs. Die Bears werden geschlagen und damit die NFC-North klargemacht, danach folgen Titans und am letzten Spieltag sicherlich ein enger Sieg gegen Adrian Peterson, dem man seine 2000 Yards erlaufen lässt, mehr aber auch nicht. (am Ende: 12-4)

#3-Team: San Francisco 49ers
Bisher auf dem #2-Spot, aber dieses Wochenende gegen die Patriots am Start. Die sind derzeit so heiß, dass sich die 49ers ein wenig verbrennen dürften. Danach wird es dann interessant: In Seattle geht es dann um die Wurst. Denke aber, dass da die Erfahrung obsiegt und die 49ers ihren #3-Spot halten. Dass am letzten Spieltag die Cardinals entweder verlieren und erst gar nicht anreisen, ist jetzt nicht so wichtig. (am Ende: 11-4-1)

#4-Team: Washington Redskins
Yes, I said it. Die Redskins sind ebenfalls heiß und mit dem Sieg gegen die Ravens im Rücken, werden sie sich auch nicht von den Browns und danach von den Eagles aufhalten lassen. Auch mit einem angeschlagenen RG3. Letztes Spiel gegen Dallas wird entscheidend, aber auch da schätze ich sie als bessere Team ein, und naja... die Cowboys und die Playoffs ist nun wahrlich auch keine Liebesgeschichte. (Am Ende 10-6)

#5-Team: Seattle Seahawks
Bisher eine echt beeindruckende Saison der Seahawks. Letzte Woche 58-0 gegen die Cardinals und schon die Packers und Patriots geschlagen. Aber gegen Ende der Saison wird sich das junge Team um Rookie-QB Russell Wilson beweisen müssen, ob sies durchhalten. Ich denke schon. Die Bills werden geschlagen und dann 2 Heimspiele gegen die 49ers und Rams. Gegen die 49ers bin ich mir nicht sicher, aber die Rams können geschlagen werden und dann steht am Ende Platz 5 in der NFC. (Am Ende: 10-6)

#6-Team: New York Giants
Als ob sich die New Yorker über diesen Spot nicht auch ein wenig freuen würden? 2007 marschierten sie auf diesem bis zum Superbowl-Sieg. Bis dahin: noch ein weiter Weg! Spiele gegen Falcons, Ravens und Eagles sind nicht zu unterschätzen. Ich denke 2 Siege werdens aber (Ravens schaffen es irgendwie zu Hause zu gewinnen) und dann ist auch der aktuelle Champion in den Playoffs. (Am Ende ebenfalls: 10-6)


puh, das wars. Der Rest fällt hinten runter, namentlich: Die Bears, die ich zwar auch bei 10-6 sehe, aber eine schlechte Conference-Siegbilanz aufweisen. Cowboys... (enough said) und die Vikings und Rams hatten eh nur noch Aussenseiterchancen.

Die Paarungen sähen dann schon nicht schlecht aus: Wild-Card Runde: Re-Match des NFC-Championship-Game 2012: Giants vs 49ers und das Duell der Rookie-QBs: Seahawks vs Redskins. 
Das wär doch was, oder? :)

ms