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Mittwoch, 11. September 2013

Falcons (immer) noch nicht das Top-Team, dass sie sein wollen – Saints mit starkem Start

Erster Spieltag. Erste Spielanalyse der neuen Saison. Immer irgendwie schwer anzufangen, aber ja, die Saison des besten Sports der Welt ist wieder in vollem Gange. Und der erste Spieltag hatte gleich hammer Match-Ups zu liefern.
Ich zog mir das nimmer müde Duell der NFC South rein, welches wohl auch in diesem Jahr das entscheidende im Sieg der Division sein wird: die Atlanta Falcons gegen die New Orleans Saints.
 
Für Falcons heißt es "Superbowl or Bust"
Die Vorzeichen waren recht klar: Atlanta hatte im letzten Jahr den besten NFC-Record aufgewiesen, war nur knapp am Superbowl vorbeigeschrammt und sich für die neue Saison mit RB Stephen Jackson verstärkt, als auch TE Tony Gonzales zum Weitermachen bewegt. Auch die Defense wurde verbessert – viele meinen deswegen auch: Superbowl or Bust. Schaffen es die Falcons in dieser Saison nicht den Titel zu holen, dürfte die Zeit so ein wenig vorüber ziehen.


Anders bei den Saints. Neue Hoffnung keimte da in der Off-Season auf. Coach Sean Payton ist endlich wieder an Bord –nach einem Jahr Bounty-Skandal-Straf-Auszeit – und suchte sich gleich einen neuen Defensive Coordinator, um eine der schlechtesten Verteidigungen der Liga wieder auf anständiges Niveau zu bringen. Keinen geringeren als Rob Ryan – wohl bekannt aber noch ohne großen durchschlagenden Erfolg. Dass das Duell der beide Rivalen gleich zu Beginn der Saison stattfand, machte die Sache natürlich nicht uninteressanter. Standortbestimmung nennt man so etwas wohl.
Und was soll man sagen, ich nehme es vorweg: die Saints zeigten, dass sie in dieser Saison wieder angreifen werden und siegten 23:17. Die Falcons enttäuschten mich (bzw. ihre erwartungsfreudigen Fans) wieder einmal. Und – ja, jetzt könnte hier gleich massive Kritik folgen – es bewies sich mal wieder, dass es nicht wirklich am Team, den Spielern der Falcons liegen kann (man kann durchaus behaupten, dass die Erfahrung und Potential der Falcons insgesamt besser war als die der Saints), sondern hauptsächlich an Coach Mike Smith!
 
Problem der Falcons: der Coach bzw. die mangelnde Konstanz innerhalb eines Spiels?
Jetzt mal ernsthaft und konkret: Wenn man in der NFL in der heutigen Zeit Meisterschaften und wichtige Spiele gewinnen will, braucht man erstklassige Coaches, oder Spieler, die entweder zusammen mit dem Coach oder auch mal alleine, das Heft in die Hand nehmen und die richtigen Entscheidungen treffen, die es dafür bracht. UND – und darauf will ich hinaus – braucht man Anpassungsfähigkeit, Flexibilität im Denken und in der Spielstrategie. „In-game-strategie“ nennen das die Amerikaner und beschreiben damit die Fähigkeit von Teams auf Spielstände und –situationen angemessen zu reagieren – entweder mit Leidenschaft aber vor allen Dingen mit taktischer Finesse und Intelligenz.
Nicht, dass ich diese Fähigkeiten Mike Smith absprechen würde, aber an ein Niveau eines Bill Belichick, oder eben Sean Payton reicht Smith noch lange nicht heran.
Wie komme ich dazu?
Ich beobachte die Flacons schon längere Zeit und bewundere immer deren kontinuierlichen Aufbau eines schlagkräftigen Teams. Das haben sie mittlerweile erreicht und wenn man sich die offensiven Starter anschaut, kann man sich kaum vorstellen, warum diese Leute nicht im Stande sind, konstant Punkte zu produzieren, oder ein Spiel zu dominieren.
Viele Spiele der Falcons habe ich letztes Jahr gesehen und immer hatte ich das Gefühl, dass sie mit richtigem Plan und Spielzügen unschlagbar sind, aber wehe sie gerieten mal in Rückstand oder standen unter Druck, dann schwächelten sie, riefen nicht ihr Potential ab. Und das liegt nicht ausschließlich an die Spielern.
 
Bilanz in knappen Spielen verdeutlicht Schwierigkeiten
Letzte Saison NFC Divisional Playoffs gegen die Seattle Seahawks: die Falcons führen zur Halbzeit 20-0 und lassen sich in der zweiten Halbzeit nieder machen, schaffen es am Ende gerade nochmal den Hals aus der Schlinge zu ziehen. Das gelang ihnen im Conference Final nicht mehr, wo sie gegen die 49ers schon früh 17-0 führten. Auch im letzten Jahr, als ich das Spiel gegen die Saints anschaute, merkte man, dass sie unter Druck nicht ihr Potential abrufen konnten und ihre Schwachstellen erkannt und ihre Vorteile entgegengewirkt wurden – von guten gegnerischen Trainer natürlich. So auch am Sonntag.
 
Falcons zu inkonstant gegen aggressive Saints
Die Falcons führten früh 10-0. Klar, das muss man nicht über die Zeit retten in New Orleans, und die Saints antworteten auch recht schnell, aber bis zur Halbzeit brachten die Falcons keine weiteren Punkte zustande. Ein Fumble von WR Julio Jones (eher selten der Fall), einige Strafen und Sacks ließen dies nicht zu. Doch aus der Halbzeitpause kamen sie wieder voll mit Plan: erster Drive: gleich ein Touchdown. 17-13 Führung. Dann aber wieder: keine Punkte, bis zum letzten Drive kurz vor Schluss, den sie mit einem TD abschließen mussten, um den 6-Punkte-Rückstand überhaupt auszugleichen. Dazwischen: inkonstantes Spiel, wenig Anpassung an die aggressive Verteidigung der Saints (was ja nicht seit gestern ein Markenzeichen von Rob Ryan ist). Erst im letzten Drive holte man anscheinend seine besten Spielzüge wieder raus, um alles nochmal zu probieren, aber das ist meiner Meinung nach einfach zu wenig. Ein Team der Klasse von Atlanta müsste doch souveräner auftreten, locker auf Gegner-taktiken reagieren können, oder bin ich da zu anspruchsvoll gegenüber den Falcons?
Denn sie könnens ja!: Der letzte Drive führte sie bis kurz vor der Endzone, wo dann Sekunden vor Ende doch noch ein Pass von QB Matt Ryan abgefangen wurde.
Vielleicht ist es noch ein wenig zu früh für Ansprüche an Souveränität, aber ein Titelfavorit wie die Falcons hat mich ein wenig enttäuscht.
oder hab ich hier die Saints unterschätzt? in jedem Fall: Hut ab. Sie sind wieder da, und das ist auch gut so.
 
 
 
ms

Dienstag, 15. Januar 2013

Divisional Playoff Sunday: Falcons retten sich zum ersten Postseason-Sieg und Brady spielt wie Brady

Wenn sich eine Mannschaft in die Elite-Teams der Liga einreihen will, dann benötigt es manchmal einfach ein Statement-Game, ein Spiel also, welches ihre Härte und Klasse zementiert, um wirklich als legitim mit den Großen Jungs zu spielen. Sonntag bot genau 2 solcher Spiele, ein Ausrufezeichen setzte jedoch nur eine Mannschaft.

Atlanta mit gewohnt-souveränem Spiel
Oft wurde diese Saison drüber geschrieben - auch auf unserem Blog -, ob die Atlanta Falcons wirklich ernst zunehmen sind, den Superbowl zu erreichen oder nicht? Die beste Mannschaft der NFC überzeugte auch dieses Jahr wieder in der regulären Saison, aber ohne Playoff-Sieg in den letzten drei Auftritten, bekamen sie nie ein richtiges Standing. Es sah so aus, als ob sie dies Sonntag bereinigen wollten: Atlanta legte gegen die gute Seahawks Defensive los wie die Feuerwehr: WR Julio Jones und WR Roddy White ließen sich nicht von den physischen Cornerbacks der Seahawks beeindrucken und sogar der lange Zeit kaum überzeugende RB Michael Turner erwachte förmlich aus seinem Tiefschlaf. Seattle wirkte wie gegen die Redskins letzte Woche überrollt und erstmal bemüht im Spiel anzukommen!: Zur Halbzeit stand es 0:20 und zu Buche standen ein Fumble von RB Marshawn Lynch in möglicher Field-Goal-Reichweite, ein misslungener 4.Versuch kurz vor der Endzone und verpasste Punkte, als ohne Auszeiten die Zeit in der Halbzeit auslief. Seattle schien mit dem falschen Bein aufgestanden zu sein, oder vielleicht doch zu unerfahren für das große Ganze.

Atlanta wehrt Wahnsinns-Comeback der Seahawks ab
Atlanta hingegen spielte seinen Stiefel runter. Selbst der erste Touchdown der Seahawks folgte ein fast 8 Minuten langer Drive, der mit 7 Punkte endete. Gerade bei dritten Versuchen war immer wieder TE Tony Gonzalez zur Stelle, der in 16 Jahren nicht ein Playoff-Spiel gewonnen hatte - unfassbar. Doch irgendwie wurden die Falcons dann irgendwie zu sicher und unterschätzte ein wenig die Seahawks. Coach Pete Carroll musste in der Halbzeit das wieder runterholen, nicht in Eile zu geraten und auf die Chance zu warten. und die kam: QB Russell Wilson kreierte unzählige schöne Pässe und Scrambles, die Defense interceptedte Matt Ryan und stoppte die Falcons zweimal relativ schnell nach je 3 Versuchen. Nach 2 Touchdowns der Offensive, folgte ein entscheidender Drive im vierten Viertel, den RB Marshawn Lynch dann 30 Sekunden vor Schluß zur 28-27-Führung umwandelte - noch nie gab es solch ein Comeback durch ein Team in der Post-Season.
Alles wie immer für die Falcons - in den großen Spielen versagen sie halt. Denkste: 2 starke Pässe von Matt Ryan und ein 49-Yard Field Goal von Matt Bryant und der Sieg ging dann doch nach Atlanta. Den Zweiflern also bewiesen, dass man in der Crunch-Time doch die Nerven bewahrt. Mit solch einem Sieg im Rücken, dürften die Falcons vor Selbstvertrauen nur so strotzen, endlich den Bock umgestoßen und nun warten die 49ers. WOW, was ein Spiel.

(und ich denke, wir brauchen uns um die Seahawks keine Gedanken machen. Sie werden es verkraften und mit diesem jungen Team - das zweitjüngste der Liga - wird zu rechnen sein in den nächsten Jahren. the future looks bright... im Staate Washington!)  


Championship-Team und -QB gegen Wannabe's
Auch die Houston Texans wollten endlich mal beweisen, dass sie ihre gute reguläre Saison auch mal in den Playoffs fortführen könnten. Die Bengals letzte Woche waren nur leichte Kost, nun wartete das Team-to-beat: Dauer-Playoff-Favorit New England Patriots. Doch schon anfänglich hatte man irgendwie das Gefühl: das wird hier eh nichts. Da fehlt den Texans einfach was... so eine art Kaltblütigkeit... man könnte es auch Tom Brady nennen!
Houston legte gut los: der überragende Kick-Returner Daniel Manning brachte sie gleich zu Beginn und auch sonst immer in gute Feldposition. Doch 12 Yards  konnten nicht zum TD genutzt werden, nur ein FG zur frühen Führung. Dann zwar 2 erzwungene Punts durch JJ Watt und die Defense, aber wieder nichts. QB Matt Schaub wirkte nervös und ungenau: WR Andre Johnson wurde in der Endzone verfehlt und bei einem wichtigem 3.Versuch Arian Foster zu ungenau angespielt - 4 von 15 dritten Versuchen konnten sie das ganze Spiel nur verwerten. Früh war klar: wenn man solche Chancen nicht nutzt, dann schlägt Tom Brady eiskalt zu. TE Rob Gronkowski und RB Danny Woodhead fielen zwar früh verletzt aus, aber das störte ihn nicht wirklich. Immer wieder WR Wes Welker, TE Aaron Hernandez, kurze Pässe und ein erstaunlich gutes Laufspiel spulten die Patriots-Offense ab wie sonst was. Die Texans hatten kaum was entgegen zu setzen. Schnell hieß es 17:3 und es erinnerte an das Spiel vor einem Monat, welches die Patriots ebenfalls dominierten.
Ein wieder guter Kick-Return von Manning, ein Touchdown von Foster und ein Drive zum Field Goal zum 17:13 zur Halbzeit brachte noch ein wenig Leben in die Bude, aber schon der erste Drive im 3.Viertel brachte wieder einen Touchdown für die Pats - die Texans-D unfähig einen wichtigen Stopp hinzukriegen.
Eine Interception von Schaub und ein nicht-geschaffter 4.Versuch der Texans wurden dann Patriots-typisch sofort bestraft: 38:13 zu Beginn des 4.Viertels und das Spiel war quasi gelaufen. Bemerkenswert übrigens die drei Touchdown von RB/WR Shane Vereen, der zum Vollstrecker vom Dienst avancierte.
Der Einsatz der Texans nach dem 38:13 war jedoch immerhin ehrenwert. Sie kämpften, zeigten Ehrgeiz und spielten aggressives Angriffsspiel, kamen sogar auf 38:28 heran. Dann lief ihnen aber die Zeit davon, und einen wichtigen on-side-kick konnten sie nur knapp nicht erobern. Endstand: 41:28 für die Patriots.

Der Unterschied: Tom Brady
In diesem Spiel merkte man wieder einmal, wie entscheidend das Spiel der Quarterbacks ist – gerade in den entscheidenden Spielen der Playoffs. Schaub ist zwar gut, aber groß(-artig) ist er nicht! Während kleine Ungenauigkeiten in der Regular-Season vielleicht nicht so auffallen, in den Playoffs und gegen die besten Teams der Liga aber schon. Das merkte man und der Unterschied zu Brady war erheblich. - Nichts gegen Matt Schaub. Er machte auch erstklassige Pässe  aber Elite ist das noch nicht. Da machten Matt Ryan (und auch Joe Flacco) stärkere Ausrufezeichen.
Brady warf für 3 TDs und 344 Yards und hätte wahrscheinlich auch Bill Belichick sicheren Raumgewinn zu werfen können. und nächste Woche kommt es zum immer wieder berauschenden Aufeinandertreffen zwischen ihm und Ray Lewis. Zum letzten Mal. oh, was ein Fest!


ms

Samstag, 15. Dezember 2012

Bold Predictions - NFC-Playoff-Spots zu vergeben

Mit Vorhersagen ist es ja immer so ein Ding. Vor der Saison haben wir unsere Favoriten im Superbowl (Paarung + Gewinner) getippt und zudem auch auf den Coach of the Year oder auch den MVP der Saison. Zwar stehen da auch so Namen wie Michael Vick, aber eigentlich liegen wir nicht schlecht im Rennen.
Aber jetzt sind noch 3 Spieltage zu spielen und dann gehts in die Playoffs - ein überschaubarer Zeitraum, mal wieder ein paar Vorhersagen rauszuholen. Welche Mannschaften schaffen es in die Playoffs, welche Teams scheitern? Durchaus nicht ganz einfach zu entscheiden, aber wir versuchen es mal.
(Kann übrigens jeder selber machen: ESPN bietet eine "Playoff-Machine" an. Etwas martialisch ausgedrückt, aber man kann die Ergebnisse der letzten 3 Spieltage tippen und hats raus... ;) 

als erstes gehts um die NFC.. :

#1-Team: Atlanta Falcons
Obwohl in der letzten Woche strauchelnd und meiner Meinung nach nicht ausreichend überzeugend für einen weiten Playoff-Run, schaffen es die Falcons auf den #1-Spot. Mit derzeit 11-2 Siegen liegen sie ein-einhalb Siege vor den 49ers und 2 vor den Packers. Das dürfte reichen. Zwar werden sie gegen die Giants an diesem Wochenende untergehen, aber dann gegen die Lions und zu Hause gegen Tampa das Ding nach Hause fahren und ein Erst-Runden-Bye ergattern, dann kommen aber 49ers, Giants etc ins Haus und dann is Ende im Gelände. (am Ende: 13-3)

#2-Team: Green Bay Packers
Die Packers in ihren letzten 8 Spielen mit 7 Siegen klar auf einem aufsteigenden Ast. Rookies springen reihenweise in die Bresche und auf einmal geht sogar ein Running-Game (Aaron Rodgers letzte Woche ohne TD-Pass! na, wie geht denn sowas?) Zudem kommen diese Woche gegen die Bears Clay Matthews wieder zurück (Achtung Jay Cutler!) und in den nächsten Wochen auch wieder All-Pro Charles Woodson. Dann kriegt die junge Bande auch noch Erfahrung hinzu und dürfte gefährlich werden für die Playoffs. Die Bears werden geschlagen und damit die NFC-North klargemacht, danach folgen Titans und am letzten Spieltag sicherlich ein enger Sieg gegen Adrian Peterson, dem man seine 2000 Yards erlaufen lässt, mehr aber auch nicht. (am Ende: 12-4)

#3-Team: San Francisco 49ers
Bisher auf dem #2-Spot, aber dieses Wochenende gegen die Patriots am Start. Die sind derzeit so heiß, dass sich die 49ers ein wenig verbrennen dürften. Danach wird es dann interessant: In Seattle geht es dann um die Wurst. Denke aber, dass da die Erfahrung obsiegt und die 49ers ihren #3-Spot halten. Dass am letzten Spieltag die Cardinals entweder verlieren und erst gar nicht anreisen, ist jetzt nicht so wichtig. (am Ende: 11-4-1)

#4-Team: Washington Redskins
Yes, I said it. Die Redskins sind ebenfalls heiß und mit dem Sieg gegen die Ravens im Rücken, werden sie sich auch nicht von den Browns und danach von den Eagles aufhalten lassen. Auch mit einem angeschlagenen RG3. Letztes Spiel gegen Dallas wird entscheidend, aber auch da schätze ich sie als bessere Team ein, und naja... die Cowboys und die Playoffs ist nun wahrlich auch keine Liebesgeschichte. (Am Ende 10-6)

#5-Team: Seattle Seahawks
Bisher eine echt beeindruckende Saison der Seahawks. Letzte Woche 58-0 gegen die Cardinals und schon die Packers und Patriots geschlagen. Aber gegen Ende der Saison wird sich das junge Team um Rookie-QB Russell Wilson beweisen müssen, ob sies durchhalten. Ich denke schon. Die Bills werden geschlagen und dann 2 Heimspiele gegen die 49ers und Rams. Gegen die 49ers bin ich mir nicht sicher, aber die Rams können geschlagen werden und dann steht am Ende Platz 5 in der NFC. (Am Ende: 10-6)

#6-Team: New York Giants
Als ob sich die New Yorker über diesen Spot nicht auch ein wenig freuen würden? 2007 marschierten sie auf diesem bis zum Superbowl-Sieg. Bis dahin: noch ein weiter Weg! Spiele gegen Falcons, Ravens und Eagles sind nicht zu unterschätzen. Ich denke 2 Siege werdens aber (Ravens schaffen es irgendwie zu Hause zu gewinnen) und dann ist auch der aktuelle Champion in den Playoffs. (Am Ende ebenfalls: 10-6)


puh, das wars. Der Rest fällt hinten runter, namentlich: Die Bears, die ich zwar auch bei 10-6 sehe, aber eine schlechte Conference-Siegbilanz aufweisen. Cowboys... (enough said) und die Vikings und Rams hatten eh nur noch Aussenseiterchancen.

Die Paarungen sähen dann schon nicht schlecht aus: Wild-Card Runde: Re-Match des NFC-Championship-Game 2012: Giants vs 49ers und das Duell der Rookie-QBs: Seahawks vs Redskins. 
Das wär doch was, oder? :)

ms

Mittwoch, 12. Dezember 2012

Falcons gehen gegen Carolina unter - Favoritenstatus dahin

Es hatte sich irgendwie angekündigt. Das ganze Jahr sprechen Experten und Fans - mich eingeschlossen - den Atlanta Falcons ab, ein wirklich gutes Team zu sein und ernsthaft um den Superbowl mitspielen zu können. Immer wieder lagen sie in den wöchentlichen PowerPolls auf den vorderen Plätzen, doch dann kam Sonntag...: 20:30-Niederlage gegen die Carolina Panthers und schon sind alle Kritiker wieder auf dem Plan. "Wir habens ja schon immer gesagt..."

Mit QB Matt Ryan und Coach Mike Smith noch kein Playoff-Sieg
Die Kritik ist natürlich angebracht: Unter Coach Mike Smith steht eine Siegesbilanz von 54 zu 23 Niederlagen in der regulären Saison, in den Playoffs jedoch ein lächerliches 0-3. Viele Football-Fans und Experten erinnern sich immer noch an das letzte Jahr, als die Falcons mit einer 10-6-Bilanz in die Playoffs einzogen und in New York von den Giants so ziemlich aus dem Stadion geprügelt worden. 2-24 hieß es damals, also ohne einen einzigen Offensiv-Touchdown des hochgelobten Angriffs um Matt Ryan, WR Julio Jones, Roddy White und TE Tony Gonzalez.


Dementsprechend ist das Betrachten der Bilanz der Falcons immer mit ein wenig Zweifel behaftet, ob sie wirklich schon zu den Elite-Teams der Liga gehören. Sie habens halt noch nicht in den wichtigen Spielen bewiesen. Trotz einer nun 11-2 Sieg-Bilanz und damit der besten in der NFC zieht es auf den zweiten Blick schon etwas interessanter aus: Wirklich gute Gegner haben sie dieses Jahr jedenfalls noch nicht so oft gespielt. Gegen Teams, die jetzt noch Chancen auf die Playoffs haben, stehen Siege gegen die Denver Broncos in Woche 2 zu buche, als Peyton Manning sage und schreibe 3 Interception in einem Viertel warf. Zudem wurden auch die Redskins und die Cowboys besiegt und in der letzten Woche sogar die Ewig-Rivalen aus New Orleans. Aber schon da profitierten die Falcons eher von den vielen Ballverlusten von QB Drew Brees. In der zweiten Halbzeit kamen die Saints nochmal bedrohlich nah ran und hätten am Ende sogar noch gewinnen können. Von den Falcons war nur noch wenig zu sehen. NFL-Experte Willie McGinest resümierte dann auch, dass eher die Saints verloren und nicht die Falcons gewonnen hätten.

Niederlage gegen die Panthers schon nach der ersten Halbzeit klar
Das Spiel gegen den Divisions-Rivalen aus Carolina war überraschenderweise schon zur Halbzeit so gut wie vorbei. In dieser dominierten die Panthers den Gast aus Atlanta nach Belieben: Ziemlich angestachelt hielten sie die Falcons bei nur 13 Spielzügen und insgesamt 35 Yards - ein einer Halbzeit! Das war mal ne Ansage. Gleich von Beginn an zeigte sie eine sehr variable Offensiv-Leistung, liefen gut mit dem Ball, konnten immer wieder kurze Pässe an den Mann bringen und zur Not nutzten sie die Play-Action, um QB Cam Newton die wichtigen Yards erlaufen zu lassen. CAM lief dementsprechend richtig heiß und erlief in der zweiten Halbzeit auch noch den vorentscheidenden 72-Yards-Touchdown, der das 23-0 brachte. Erst danach zeigte sich ein wenig das Offensiv-Potential der Falcons, die mit einem Touchdown-Drive antworteten, der ziemlich mühelos aussah. Doch am Ende war der Abstand zu groß und die Panthers-Defense konnte sich auf das Pass-Spiel der Falcons einstellen.



Sorgen bei den Falcons?
Die NFL-GameDay-Crew nahm die Niederlage natürlich gleich zum Anlass, um über die möglichen Folgen für die Falcons zu sprechen. Marschall Faulk würde es nicht wundern, wenn die Falcons auch in diesen Playoffs in der ersten Runde ausscheiden würden. Die Experten von ESPN strichen vor allen Dingen die Schwächen der Defensive heraus, die Play-Action-Spielzüge nicht richtig verteidigen konnte und generell ein wenig schwächelte in letzter Zeit. Kann aber die Defense gute Offensiven wie die der Panthers nicht aufhalten, wird es für die Falcons schwer: Das "play-form-behind"-Spiel Atlantas haben wir schon bei der Analyse ihrer Niederlage gegen die Saints im November thematisiert. Sie werden ausrechenbarer und obwohl ihre explosive Offense dann trotzdem immer wieder einen Weg findet, Punkte zu erzielen, wird es schwer, so in den Playoffs zu bestehen.
Für viele Experten ist dies jedoch kein Grund zur Sorge. Marschall Faulk glaubt daran, dass sie aus diesen Niederlagen lernen werden - so wie es übrigens auch Coach Mike Smith nach dem Spiel gegen Carolina betonte - , an den richtigen Stellen korrigieren und dass die Offensive auch in den Playoffs stark sein wird, davon ist auszugehen. Sie hätten nun schon in der regulären Saison unterschiedliche Wege gefunden zu gewinnen, das sei wichtig für die engen Spiele im Januar. Steve Mariucci holt sogar noch eine Statistik raus, die besagt, dass viele der Spiele der Falcons sehr eng entschieden wurde: bei 8 Spielen entschied erst der letzte Drive über Sieg oder Niederlage: die Bilanz der Falcons: 7-1. Sie seien "battle-tested" und somit gerüstet für die Playoffs. 

Überzeugend ist das alles noch nicht
Mmh, alles gute Argumente, aber ich kann mich dieser positiven Berichterstattung/Meinung immer noch nicht wirklich anschließen. Ich finde das Running Game immer noch ausbaufähig, die Defense gegen Angriffe, die viele Punkte erzielen können kaum standhaft, es fehlt ein wirklich guter Pass-Rush und wenn "The Mattural" Matt Ryan unter Druck gerät und Spiele umdrehen muss, wissen das auch meist die gegnerischen Cornerbacks. Meiner Meinung nach fehlt mir mal so ein Statement-Sieg gegen wirklich gute, "heiße" und play-off-erprobte Teams, wie den Packers, den 49ers, den Patriots oder Ravens, oder auch den New York Giants... - oh, wait a minute, news from the NFL-Schedule: Nächstes Wochenende: Atlanta gg New York. Was ein Zufall. na dann mal sehen, wie "battle-tested" die Jungs wirklich sind...

ms

Montag, 12. November 2012

Falcons verlieren erstmals - Saints noch in die Playoffs?


Die Atlanta Falcons legten los, als wollten sie den Rest der Liga (und mir) beweisen, dass ihre bisher Niederlage-Freie Serie auch weiterhin mit einer starken Performance bestätigt werden würde. Gegen die heiß-laufenden New Orleans Saints ging es schon recht krass los: 3:20min-drive, 80 Yards und Touchdown. Bang, das saß. Und hinterher gleich noch eine Interception gegen Star-QB Brew Brees - eine Kategorie, in der die Falcons auf dem dritten Rang in der Liga sind. CB Asante Samuel zeigte, dass er immer noch zu einer der besten Corners in diesem Bereich gehört. 10:0-Führung für die Falcons. ein Ausrufezeichen.

Die Antwort der Saints
Aber schon bei der nächsten Possession der Saints konnte CB Samuel mit einem nicht gemachten Tackle RB Ivory amateurhaft nicht aufhalten und durch war er - TD New Orleans und die Saints sind wie so oft ganz schnell in der Lage zurück ins Spiel zu kommen.
Und jetzt fangen die Saints auch noch an richtig zu laufen und das sogar noch mit ganz vielen RBs – 4 waren beim Spiel am Sonntag im Einsatz, man wusste gar nicht wohin man zuerst schauen sollte. Rasend schnell ging alles und dann auch noch diese ganzen Anspielstationen, die Brews da die ganze zeit um sich herum hat. Kurzer Pass auf TE Jimmy Graham und zack waren sie mit 14:10 in Front. Jetzt waren die Falcons gefordert, um wieder nachzulegen.

Falcons tun sich schwer
Bei der Falcons Offense fängt vieles mit RB Michael Turner an, obwohl dieser diese Saison noch gar nicht soo überzeugend ist und auch gegen die Saints nicht wirklich produktiv. Aber Defenses müssen ihn respektieren und das eröffnet viel Raum für Play-Action-Spielzüge, um die großen und schnellen Receiver Julio Jones und Roddy White zu bedienen, die hinter die Defense-Reihen zustechen können.
Und mit TE Tony Gonzales hat man einen der zuverlässigsten Passempfänger der Liga. Die Antwort der Falcons kam daher auch recht promt: TD von Gonzalez.
Trotzdem waren es die Saints, die jetzt das Spiel bestimmten und die starke Falcons Defense konnte sie kaum aufhalten. Kurz vor der Halbzeit führte wieder Brews seine Mannen übers Feld und Jimmy Graham konnte seinen zweiten TD verbuchen – mit 21-17 gings in die Pause.

Kopf-an-Kopf-Rennen
Die zweite Halbzeit ging zwar für die Saints nicht gleich so schwungvoll weiter, aber die Falcons taten sich auch schwer. Das angesprochene Play-Action-Spiel und das allgemeine Warten auf den „Deep-Ball“ auf die Wide-Receiver konnte nun auch die Saints Defense erahnen und interceptete QB Matt Ryan bei einem 3rd and 10 weit entfernt von der Endzone. Da kann man noch sagen: Sowas kann man mal probieren. Zudem war Julio Jones schon im 2. Viertel kurzzeitig verletzt aus dem Spiel und dann wird es auch schon recht dünn auf dieser Position der Falcons.

Doch damit waren wieder die Saints am Ball und damit genauer: Drew Brees. Der hatte es schon in den letzten Wochen gesagt: Die Saints Offensive findet so langsam seinen Rhythmus. Das hört sich fast wie eine Drohung an.
Kaum die Interception der Verteidigung und nach ein paar Pässen, sehr guten Catches und energischen Läufen und zack waren sie wieder in der Endzone. Immer wieder beeindruckend, wie schnell diese Saints punkten können. Schon in der ersten Halbzeit brauchten sie nur 13 Minuten Ballbesitz, um 3 Touchdowns zu fabrizieren.
Das ist natürlich krass, aber die Falcons Defense fand dagegen auch kein Mittel.

Play-from-behind bei den Falcons
Und schon wurde ein Problem doch wieder erkennbar bei den Falcons: Ist Michael Turner nicht im Spiel, müssen sie Matt Ryan mehr werfen lassen und damit sind sie ausrechenbarer, gerade wenn einer wie Julio Jones an der Außenlinie steht – und wenn sie mit mehr als 10 Punkten zurück liegen.
Ein schnelles 3andOut nach dem 28:17 der Saints lieferte den Ball wieder an die brandheiße Offense von New Orleans, viel musste versucht werden, wenig sprang heraus.
Die Falcons haben die ganze Saison nicht mit mehr als 7 Punkten zurückgelegen... - nie waren sie also gezwungen, „von Hinten“ zu spielen. Also die Balance zu halten bzw. halten zu können zwischen mehr Passspielzügen, und gleichzeitig den Lauf nicht zu vernachlässigen. Das schafften sie einfach nicht, und wenn ich mich erinnere, waren die Falcons dazu letztes Jahr, gerade gegen die Giants in den Playoffs ebenso nicht in der Lage. Unter Druck machen sie Fehler und/oder können ihr Potential nicht abrufen.

Führung der Saints hält am Ende
Die Defense zeigte jedoch dann nochmal, dass sie es doch drauf hat. Stoppte die Saints-Maschine ab und an mal, aber oft wurden sie an diesem Sonntag von Strafen zurückgeworfen und das obwohl Atlanta als "least penalized team" der Liga ins Spiel ging.
Die Saints führten aber bis in die Schlusssekunden des Spiels - es wurde zwischen diesen beiden Teams also mal wieder eng.
Die Falcons stand mit 1st and Goal vor der Endzone, aber schafften sie es nicht, mit 4 Versuchen den Touchdown zur Führung zu machen. Nach einem 3andOut der Saints, hatten sie danach sogar nochmal eine kleine Chance, aber auch hier reichten nochmal 4 Versuche nicht, um 10 Yards zu machen... 31-27 für Saints hieß es am Ende.

Saints noch im Rennen
Für die Saints ein wichtiger Sieg gegen den Divisionsrivalen und damit ein Ausrufezeichen, dass vor allen Dingen mit dieser Offense weiterhin zu rechnen sein wird - ob es noch für die Playoffs reicht, dass wird echt mal spannend.
Die Falcons hingegen verlieren in der Saison zum ersten Mal. und ernsthaft: Solche spielentscheidende Versuche am Ende des Spiel muss man machen, wenn man gegen die Großen gewinnen will. Ich bleib dabei: Gegen Oakland, Kansas City und Redskins mag das alles reichen, mehr haben die Falcons meiner Meinung nach noch nicht bewiesen. Die erste Niederlage wird sie jetzt testen... - der Schleier über die Unbesiegbaren ist zumindest schon mal runter

ms