Posts mit dem Label Carolina Panthers werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Carolina Panthers werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 12. Dezember 2012

Falcons gehen gegen Carolina unter - Favoritenstatus dahin

Es hatte sich irgendwie angekündigt. Das ganze Jahr sprechen Experten und Fans - mich eingeschlossen - den Atlanta Falcons ab, ein wirklich gutes Team zu sein und ernsthaft um den Superbowl mitspielen zu können. Immer wieder lagen sie in den wöchentlichen PowerPolls auf den vorderen Plätzen, doch dann kam Sonntag...: 20:30-Niederlage gegen die Carolina Panthers und schon sind alle Kritiker wieder auf dem Plan. "Wir habens ja schon immer gesagt..."

Mit QB Matt Ryan und Coach Mike Smith noch kein Playoff-Sieg
Die Kritik ist natürlich angebracht: Unter Coach Mike Smith steht eine Siegesbilanz von 54 zu 23 Niederlagen in der regulären Saison, in den Playoffs jedoch ein lächerliches 0-3. Viele Football-Fans und Experten erinnern sich immer noch an das letzte Jahr, als die Falcons mit einer 10-6-Bilanz in die Playoffs einzogen und in New York von den Giants so ziemlich aus dem Stadion geprügelt worden. 2-24 hieß es damals, also ohne einen einzigen Offensiv-Touchdown des hochgelobten Angriffs um Matt Ryan, WR Julio Jones, Roddy White und TE Tony Gonzalez.


Dementsprechend ist das Betrachten der Bilanz der Falcons immer mit ein wenig Zweifel behaftet, ob sie wirklich schon zu den Elite-Teams der Liga gehören. Sie habens halt noch nicht in den wichtigen Spielen bewiesen. Trotz einer nun 11-2 Sieg-Bilanz und damit der besten in der NFC zieht es auf den zweiten Blick schon etwas interessanter aus: Wirklich gute Gegner haben sie dieses Jahr jedenfalls noch nicht so oft gespielt. Gegen Teams, die jetzt noch Chancen auf die Playoffs haben, stehen Siege gegen die Denver Broncos in Woche 2 zu buche, als Peyton Manning sage und schreibe 3 Interception in einem Viertel warf. Zudem wurden auch die Redskins und die Cowboys besiegt und in der letzten Woche sogar die Ewig-Rivalen aus New Orleans. Aber schon da profitierten die Falcons eher von den vielen Ballverlusten von QB Drew Brees. In der zweiten Halbzeit kamen die Saints nochmal bedrohlich nah ran und hätten am Ende sogar noch gewinnen können. Von den Falcons war nur noch wenig zu sehen. NFL-Experte Willie McGinest resümierte dann auch, dass eher die Saints verloren und nicht die Falcons gewonnen hätten.

Niederlage gegen die Panthers schon nach der ersten Halbzeit klar
Das Spiel gegen den Divisions-Rivalen aus Carolina war überraschenderweise schon zur Halbzeit so gut wie vorbei. In dieser dominierten die Panthers den Gast aus Atlanta nach Belieben: Ziemlich angestachelt hielten sie die Falcons bei nur 13 Spielzügen und insgesamt 35 Yards - ein einer Halbzeit! Das war mal ne Ansage. Gleich von Beginn an zeigte sie eine sehr variable Offensiv-Leistung, liefen gut mit dem Ball, konnten immer wieder kurze Pässe an den Mann bringen und zur Not nutzten sie die Play-Action, um QB Cam Newton die wichtigen Yards erlaufen zu lassen. CAM lief dementsprechend richtig heiß und erlief in der zweiten Halbzeit auch noch den vorentscheidenden 72-Yards-Touchdown, der das 23-0 brachte. Erst danach zeigte sich ein wenig das Offensiv-Potential der Falcons, die mit einem Touchdown-Drive antworteten, der ziemlich mühelos aussah. Doch am Ende war der Abstand zu groß und die Panthers-Defense konnte sich auf das Pass-Spiel der Falcons einstellen.



Sorgen bei den Falcons?
Die NFL-GameDay-Crew nahm die Niederlage natürlich gleich zum Anlass, um über die möglichen Folgen für die Falcons zu sprechen. Marschall Faulk würde es nicht wundern, wenn die Falcons auch in diesen Playoffs in der ersten Runde ausscheiden würden. Die Experten von ESPN strichen vor allen Dingen die Schwächen der Defensive heraus, die Play-Action-Spielzüge nicht richtig verteidigen konnte und generell ein wenig schwächelte in letzter Zeit. Kann aber die Defense gute Offensiven wie die der Panthers nicht aufhalten, wird es für die Falcons schwer: Das "play-form-behind"-Spiel Atlantas haben wir schon bei der Analyse ihrer Niederlage gegen die Saints im November thematisiert. Sie werden ausrechenbarer und obwohl ihre explosive Offense dann trotzdem immer wieder einen Weg findet, Punkte zu erzielen, wird es schwer, so in den Playoffs zu bestehen.
Für viele Experten ist dies jedoch kein Grund zur Sorge. Marschall Faulk glaubt daran, dass sie aus diesen Niederlagen lernen werden - so wie es übrigens auch Coach Mike Smith nach dem Spiel gegen Carolina betonte - , an den richtigen Stellen korrigieren und dass die Offensive auch in den Playoffs stark sein wird, davon ist auszugehen. Sie hätten nun schon in der regulären Saison unterschiedliche Wege gefunden zu gewinnen, das sei wichtig für die engen Spiele im Januar. Steve Mariucci holt sogar noch eine Statistik raus, die besagt, dass viele der Spiele der Falcons sehr eng entschieden wurde: bei 8 Spielen entschied erst der letzte Drive über Sieg oder Niederlage: die Bilanz der Falcons: 7-1. Sie seien "battle-tested" und somit gerüstet für die Playoffs. 

Überzeugend ist das alles noch nicht
Mmh, alles gute Argumente, aber ich kann mich dieser positiven Berichterstattung/Meinung immer noch nicht wirklich anschließen. Ich finde das Running Game immer noch ausbaufähig, die Defense gegen Angriffe, die viele Punkte erzielen können kaum standhaft, es fehlt ein wirklich guter Pass-Rush und wenn "The Mattural" Matt Ryan unter Druck gerät und Spiele umdrehen muss, wissen das auch meist die gegnerischen Cornerbacks. Meiner Meinung nach fehlt mir mal so ein Statement-Sieg gegen wirklich gute, "heiße" und play-off-erprobte Teams, wie den Packers, den 49ers, den Patriots oder Ravens, oder auch den New York Giants... - oh, wait a minute, news from the NFL-Schedule: Nächstes Wochenende: Atlanta gg New York. Was ein Zufall. na dann mal sehen, wie "battle-tested" die Jungs wirklich sind...

ms

Samstag, 22. September 2012

Gigantisch gute Giants

Eigentlich wäre das Donnerstagnachtspiel eine gute Gelegenheit gewesen, die Carolina Panthers und ihr Potential für die neue Saison zu analysieren. Mit dem starken Auftritt gegen die NFC South Rivalen aus New Orleans letzten Sonntag, Star-QB Cam Newton in seinem zweiten Jahr in der Liga und einer verbesserten Verteidigung wäre das Team aus dem Südosten Amerikas sicher für ein paar spannende Geschichten gut gewesen. Vielleicht haben die Panthers sogar selbst gehofft wieder einmal Geschichten zu produzieren. Aber bei dem Spiel gegen die New York Giants waren sie mental nicht auf dem Platz und verloren verdient 7 zu 36.

Panthers patzen
Gute Einzelaktionen konnte das Team aus Charlotte produzieren. Quaterback Cam Newton mit einem herrlichen Sprung über die Goal Line zum Touchdown und einem Pass zum Tight End Greg Olsen, der den Ball kurz vor dem Boden an sich reisen konnte. Der 1,75 große und 112 Kilo schwere Fullback Mike Tolbert bekam einen kurzen Pass über die linke Seite, nahm langsam Fahrt auf und ließ sich erst nach 14 Yards von zwei Giants Verteidigern stoppen. Alle weiteren Aktionen der Panthers lassen sich an einer Hand abzählen und brachten das Team nicht weiter. Vor allem fehlte es an Willen und Effizienz. Obwohl Newton für fast 250 Yards werfen konnte. Die drei Interceptions die er warf, nutzen die Gegner eiskalt aus. An diesem Abend waren die New York Giants einfach nicht zu stoppen.

Die Geschichte des Abends
Obwohl durch drei verletzte Spieler (RB Ahmad Bradshaw, WR Domenik Hixon und WR Hakeem Nicks) geschwächt, hatte man Gefühl nur die Giants auf dem Platz zu sehen. Eli Manning war nahezu perfekt mit 27 aus 35 Würfen für 288 Yards, was aber vor allem daran lag, das die Offensiv-Linie die Verteidigung ausspielte. Manning hatte viel Zeit und wurde selten in seiner Wurfbewegung gestört. Die Geschichte des Abends war aber, wer die drei Leistungsträger auf dem Feld ersetzen wird. Widereceiver Ramses Barden, den die Giants 2009 in der dritten Runde zu sich holten, konnte die Trainer sicherlich überzeugen ihn öfters einzusetzen. Obwohl er sich langsam auf dem Feld bewegte und wenige Yards nach dem ersten Kontakt machte, konnte er seine 1,98 Meter Körpergröße gut ausspielen. Die eigentliche Überraschung war die Leistung von Running Back Andre Brown, der mit über 100 Yards das Spiel seines Lebens machte. Der fünfundzwanzigjährige Brown, der in den letzten drei Jahren bei fünf unterschiedlichen Teams unter Vertrag stand scheute sich nicht vor gegnerischem Kontakt, suchte in sogar und lief gelegentlich Verteidiger um. Er scheint in Zukunft eine verlässliche Stütze für die Rennspielzüge der Giants zu werden.

mh

Sonntag, 15. April 2012

Mock Draft 4.0

Nr. 1 Indianapolis Colts – Andrew Luck, QB
Nr. 2 Washington Redskins – Robert Griffin III, QB
Nr. 3 Minnesota Vikings – Morris Claiborne, CB
Nr. 4 Cleveland Browns – Justin Blackmon, WR
Nr. 5 Tampa Bay Buccaneers – Trent Richardson, RB
Nr. 6 St. Louis Rams – Michael Floyd, WR
Nr. 7 Jacksonville Jaguars – Matt Kalil, OL



Nr. 8 Miami Dolphins – Ryan Tannehill, QB
Ryan Tannehill? Wirklich? Warum nicht Brandon Weeden? Die wenigsten Analysen beantworten diese Frage. Aber dennoch ist sie berechtigt.
Um einer Antwort näher zu kommen, muss das Thema „Draft-Luck“ angeschnitten werden. „Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Spieler, der im Draft ausgewählt wird, besser ist als der nächste auf seiner Position? Zum Beispiel: Der dritte Cornerback im Draft gegen den vierten Cornerback im Draft?“ Cade Massey, Professor für Psychologie an der Universität von Pennsylvania, hat herausgefunden, dass die Wahrscheinlichkeit bei ca. 50% liegt. Das Ryan Tannehill bei vielen Analysten vor Brandon Weeden steht bedeutet also gar nichts. Damit soll nicht gesagt sein, dass Ryan Tannehill kein Potential hat in der NFL zu spielen. Das hat er. Er ist ein athletischer Spieler. Er hat sogar in der High-School als Widereceiver gespielt, bevor er endgültig zum Werfer wurde. Er wirft den Ball über das ganze Feld in jede Ecke und in jeden freien Raum. Einige Analysten behaupten sogar, dass er mal zu den besten Quaterbacks gehören wird. Ein Top-Ten-Pick sei er alle mal. Sicherlich ist er noch unerfahren. Bei den Dolphins könnte er hinter Matt Moore und David Garrad lernen. Trotz aller Pro-Argumente ist Tannehill überbewertet. Zumindest an dieser Stelle. Die zweite Runde würde mehr seinen Fähigkeiten entsprechen. Doch das Verlangen nach guten Werfern in der NFL führt dazu, dass immer mehr QBs höher gedraftet werden, als sie es wert sind. Also warum Tannehill, wenn man für die nächste Saison eine QB braucht? Warum nicht Weeden. Brandon Weeden hat seine Mannschaft in die College Finalspiele geführt und hat auf dem Weg dorthin jeden Top-QB, der dieses Jahr gedraftet wird, geschlagen. Ryan Tannehill, Robert Griffin III. und Andrew Luck. Luck sogar im Finalspiel der Collegesaison. Weeden hat in zwei Jahren als Stammspieler knapp über 9000 Yards geworfen und eine Wurfgenauigkeit von 72.3%. 10% mehr als Tannehill. Viele Experten sehen in Weedens hohem Alter von 28 Jahren ein Problem. Ich nicht. Sein fehlgeschlagener Versuch als Baseballer bei den New York Yankees hat ihn mental stark gemacht. Er weiß, was er will und in seinen zwei Collegejahren als erster Quaterback konnte er zeigen, dass er die Besten besiegen kann. Doch, wie aus unterschiedlichen Quellen zu lesen ist, wird Tannehill und nicht Weeden nach dem 8. Pick wohl nicht mehr zu haben sein.
Für Miami ist das ein äußerst wichtiger Pick. Jedes Jahr sind sie auf der Suche nach einem vernünftigen Quaterback, trotzdem werden sie jedes Jahr aufs Neue enttäuscht. Wenn sie diese Mal wieder daneben liegen, kann es die Mannschaft weitere Jahre zurückwerfen. Aber Miami ist überzeugt von Tannehills positiven Eigenschaften. Sie werden ihm Zeit geben zu wachsen und ihn mit dem 8. Pick nehmen. 



Nr. 9 Carolina Panthers – Melvin Ingram, DE  
Melvin Ingram und die Panthers ist an dieser Stelle eine eindeutige Sache. Die Panthers könnten auch einen komplementären Widereceiver neben Steve Smith gebrauchen. Bei diesem Mock Draft ist aber keiner mehr vorhanden, der einen hohen Pick der ersten Runde wert ist. Wenn Michael Floyd an neunter Stelle nicht mehr zu haben ist, werden die Panthers sicher versuchen in der zweiten oder dritten Runde einen Fänger für ihren QB Cam Newton holen. Doch an dieser Stelle fällt die Wahl auf Melvin Ingram. Viele Mock Drafts sehen den 120 kg schweren Defensive End schon früher ausgewählt als an neunter Stelle. Zu recht, denn Ingram ist ein unglaublich talentierter Spieler, der im College seine athletischen Fähigkeiten mehrfach unter Beweis stellen konnte. Bevor er als Defensive End eingesetzt wurde, spielte er als Linebacker, was für sein Spielverständnis und sein Reaktionsvermögen spricht. Beim NFL Combine war er der schnellste Defensive Lineman. In seinen drei Jahren bei den South Carolina Gamecocks spielte er konstant und konnte mit 10 Sacks das Jahr beenden. Gegen Ingram spricht, seine körperliche Verfassung. Für seine Position ist er zu klein und zu leicht. Seine Arme sind zu kurz und er könnte seine Problememit zwei Gegenspielern haben. Doch ich denke, seine Vorteile überwiegen. Die San Francisco 49ers haben mit Aldon Smith, der 2011 mit dem siebten Pick zu „Rot und Gold“ kam, eindrucksvoll bewiesen, dass nicht immer die schwersten Spieler am erfolgreichsten sind. Ingrams Schnelligkeit, die stark an Aldon Smith erinnert, wird den Panthers gefallen. Sie nehmen Melvin Ingram mit dem 9. Pick im Draft.   


mh