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Sonntag, 24. August 2014

5 NFL-Teams, die es nicht in die Playoffs schaffen


Gute Quarterbacks sind rar. Kein Wunder, dass alle Teams unserer Top-5-Listen, keinen soliden Quarterback haben.

„Die NFL ist eine Liga, die vom Quarterback beherrscht wird. Wenn du ihn nicht hast, dann viel Glück, jemand anders zu finden,“ brachte der Sportjournalist Mike Florio von ProFootballTalk es auf den Punkt. Die Vertragsverlängerung von Andy Dalton, Quarterback bei den Cincinnati Bengals, bei der Dalton bis zu 115 Millionen Dollar verdienen kann, brachte Florio zu dieser Äußerung. Nicht Wenige sind der Meinung, dass die Bengals viel zu viel für Dalton bezahlt haben. Doch Florio, so wie auch dieser Blog, denkt, dass Dalton immer noch besser ist, als die Meisten seiner Konkurrenten.

Gute Quarterbacks sind rar. Wer einen hat, tut gut daran ihn zu halten, denn meistens entscheiden die Werfer über das Erreichen der Playoffs. Kein Wunder, dass alle Teams unsere Top-5-Liste, keinen soliden Quarterback haben.

1. Buffalo Bills
Die Bills hoffen, dass sie ihre offensive Wunderwaffe in Sammy Watkins gefunden haben. Mit dem vierten Pick im diesjährigen Draft haben sie sich den schnellen und agilen WR von den Clemson Tigers gesichert. Doch so gut Watkins auch ist, er kann sich die Pässe nicht selber zu werfen. Und weil die Bills Star-Receiver Steve Johnson den San Francisco 49ers überlassen haben, hat Watkins auch keine Unterstützung auf der anderen Seite des Feldes. QB EJ Manuel ist noch zu jung und wirft noch zu ungenau, als das er die Bills nach fünfzehnjähriger Abstinenz wieder in die Playoffs bringen wird.
Playoff-Wahrscheinlichkeit: 5%



2. St. Louis Rams
Sam Bradford hatte wegen einer Verletzung letztes Jahr nur sieben Spiele absolviert. Im gestrigen Preseason-Spiel gegen die Browns hat sich der erste Pick von 2010 erneut am Bein verletzt. Keine gute Voraussetzung für die Rams, die in der Verteidigung unglaublich stark sind aber in der Offensive wenig Furcht einflößend spielen.
Playoff-Wahrscheinlichkeit: 5%

3. Houston Texans
Star-Receiver Andre Johnson  war zu Recht wütend. Der siebenmalige Pro Bowler war verstimmt, weil sein Team weder einen guten Quarterback gedraftet oder auf dem Transfermarkt gekauft hatte. Ryan Fitzpatrick, der neue Werfer von den Texans, konnte bei den Bills schon nicht überzeugen und die Tennessee Titans wollte Fitzpatrick selbst als Ersatzwerfer nicht im Team haben. Warum soll sich das jetzt geändert haben? Nur die Defense mit J.J. Watt und Jadeveon Clowney hat Playoff-Kaliber.
Playoff-Wahrscheinlichkeit: 25%


4. Oakland Raiders
Was für die Texans gilt, gilt auch für die Raiders. Matt Schaub, der neue Werfer von den Raiders, konnte bei den Texans  schon nicht überzeugen. Warum soll sich das jetzt geändert haben? Die Einkäufe dieses Sommers, die ein Journalist als Pro Bowl Team von 2010 bezeichnete, was zynisch gemeint war, aber dennoch die Problematik von alternden Spielern auf den Punkt bringt, wird den Abwärtstrend nicht abwenden können.
Playoff-Wahrscheinlichkeit: 15%

5. Jacksonville Jaguars
Gus Bradley, der 2013 von den Seattle Seahawks kam, hat die richtigen Spieler nach Jacksonville, Florida geholt. Die D-Line mit den Super Bowl Gewinner Chris Clemons und Red Bryant haben im Preseaon-Spiel gegen die Tampa Bay Buccaneers Zerstörung verbreitet. Das lässt hoffen. Blake Bortles, der dritte Pick des diesjährigen Drafts, hat viel Potential, was ebenfalls Grund zur Hoffnung gibt. Doch alles in allem ist das zu wenig, um in die Playoffs zu kommen.
Playoff-Wahrscheinlichkeit: 20%


Was meint ihr? Wer wird es dieses Jahr wieder nicht schaffen?

Dienstag, 11. September 2012

Jets starten durch

48 zu 28. Deutlicher geht es kaum. Mark Sanchez und die Jets haben am ersten Sonntag in dieser Saison die Rivalen aus der AFC East, die Buffalo Bills geschlagen. Die Bedeutung des Spiels wurde von allen Seiten künstlich erhöht nach dem die Mannschaft vom Big Apple in höchster Medienaufmerksamkeit Tim Tebow von den Denver Broncos verpflichtete. Tebow gewann letztes Jahr sechs Spiele hintereinander und führte die Broncos in die Playoffs. Der 25 jährige ist bekannt für seine Führungsqualitäten, dafür entscheidende Punkte zu machen und für seinen Kniefall. Nach Punkten oder vor dem Spiel fällt er auf ein Knie um zu betten, was nach seinem Erfolg letztes Jahr ein außergewöhnliches Medienecho auslöste.

Aufrichtige Freundschaft zwischen Tebow und Sanchez
All diese Dinge, die Tebow mit nach New York brachte, wurden als Affront gegen den ersten Werfer Mark Sanchez interpretiert. Brian Dawkins, ehemaliger Mitspieler von Tebow in Denver, äußerte sich, dass er seinen ehemaligen Quaterback nicht auf der Bank sehe, sondern als Führungsspieler auf dem Feld. Damit bestätigte Dawkins, was alle Sportjournalisten des Landes dachten. Doch nach dem ersten Spiel am Sonntag und dem klaren Ausgang, zeigt sich, dass die Medien mehr aus dem Tebow-Trade gemacht haben, als vorhanden ist. Sanchez und Tebow haben allen öffentlichen Provokationen stand gehalten und immer das Richtige gesagt. Ihre aufrichtige Freundschaft und Kameradschaft ist vielleicht nicht nur Fassade, sondern gelebte Realität. Auf dem Feld deutete nichts auf das Gegenteil hin.

Wildcat-Formation schon erledigt?
Interessant ist es dennoch, wie die neue Strategie von Cheftrainer Rex Ryan und Offensiv-Koordinator Tony Sparano für 2012 und 2013 aussehen wird. Tim Tebow soll in der sogenannten Wildcat-Formation einen Teil der Snaps bekommen und wie in Denver letztes Jahr die Laufspielzüge der Jets aufwerten. In der Theorie ist es möglich dem 1.91 großen und 111 Kilo schweren Tebow den Ball zu geben und ihn in verschiedenen Spielzügen laufen zu lassen oder werfen zu lassen. Diese Optionen können in mehreren unterschiedlichen Ausführungen den gegnerischen Verteidigungen viele Probleme bereiten, wie die Broncos letztes Jahr und die Dolphins unter Sparano 2008/2009 zeigen konnten. Doch in der Realität sieht das ganz anders aus. Wenn Mark Sanchez von 27 Versuchen 19 Pässe für insgesamt 266 Yards wirft und Tebow von fünf Versuchen nur 11 Yards läuft, wie es am Sonntag der Fall war, dann hat sich die Wildcat-Formation als Taktik für die Jets erledigt. Aber vielleicht ist es nach dem ersten Spieltag noch zu früh darüber zu urteilen.



So viel zur Bedeutung der Preseason
Nach einer miserablen Preseason ohne einen einzigen Touchdown spielten die Jets am Sonntag erstaunlich gut zusammen. Die Verteidigung mit den Neuzugängen LaRon Landry von den Washington Redskins und Yeremiah Bell von den Miami Dolphins waren maßgeblich an den drei Interceptions von Bills QB Ryan Fitzpatrick beteiligt und konnten den Stars Revis und Cromartie bei der Arbeit helfen. Stephen Hill, der Zweit-Runden-Pick von diesem Jahr, konnte seinen Körper vorteilhaft einbringen und wird neben Superbowl MVP Santonio Holmes und Jeremy Kerely das Receiving-Corp komplementieren. Die Jets haben gegen die hoch favorisierten Bills ihr Potential gezeigt. Es bleibt abzuwarten, ob sie es die folgenden Wochen ebenso abrufen können.

mh