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Donnerstag, 4. September 2014

5 Spieler, die 2014 ihr großes Comeback feiern werden

In kaum einem anderen Sport geht es so oft um „Geschichten“, welche den Ausgang eines Spiels oder einer Saison ändern – um „Momentum“, um Ansprachen, oder um Spieler, die ganze Teams zu unerwarteten Erfolgen führen. Immer wieder schreiben Comebacks die Geschichte von Teams, manchmal der ganzen Liga neu. Wer hätte z.B. gedacht, dass Peyton Manning nach einem Jahr Auszeit und mehreren Nacken-OPs wieder so überragend zurückkommt, wie er es nicht nur in der letzten Saison gezeigt hat...Grund genug für uns einen Blick auf mögliche Kandidaten zu werfen, die 2014 ähnliches leisten können – unsere 5 Comeback-Player der Saison (bzw. die, die es sein wollen)

Rob Gronkowski
Mensch, was haben den guten alten "GRONK" im letzten Jahr vermisst. Mehrere Verletzungen plagten den ehemals Über-TightEnd während der letzten Saison und auch die 2014er Vorbereitung lief alles andere als geplant. Am Sonntag wird er wahrscheinlich spielen können, was der Patriots Offensive auch wahrlich helfen wird. Schon letztes Jahr mit 4 Touchdowns in 7 Spielen, zeigte er wie wichtig er für das Offensivspiel um QB Tom Brady ist. Nicht nur "Tom terrific" wird sich freuen, auch andere sehen ihn als einer der Spieler, die 2014 wieder entscheidend zurückkommen werden. Schließen wir uns an.
Chancen als Comeback-Player 2014: 75%.


Reggie Wayne
Man könnte hier jetzt auch andere Wide Receiver stehen haben, die letztes Jahr angeschlagen oder verletzt waren, wir bleiben aber Old School und heben den 35-jährigen Indianapolis Colts WR Reggie Wayne hervor. Als dienstältester Receiver für QB Andrew Luck Offensive war er die letzten eine Bank. Immer eine sichere Anspielstation und der "Go-to-Guy" vom jungen QB, sowie ein Mentor für die jungen Receiver um ihn herum.
Einfach ein sympathischer Typ und auch in 2014 weiterhin sehr wichtig, hoffentlich bleibt er gesund.
Chancen als Comeback-Player 2014: 50%

RG3
Dieser Name musste hier stehen und war Ausgangspunkt für die Fragestellung: Wie kommt RG3 nach einer Grottensaison 2013 wieder zurück zu alter Form, welche die Redskins 2012 in die Playoffs geführt hatte?
Ehrlich gesagt: ich habe keine Ahnung! Das Hick-Hack um sein Aussetzen der letzten Spiele im Dezember, die Diskussion um sein Verhältnis mit dem entlassenen Coach Mike Shanahan, der Umgang mit Medien wirkten schon sehr bizarr. Es wirkte so, als denke hier ein hochgehypter Jungspieler, er wisse genau, was richtig ist und niemand sonst. Das Image muss man erstmal wegkriegen... - Die Pre-Season 2014 gab das jedenfalls nicht her. Es sah einfach schrecklich aus. Kein einzigen Touchdown warf RG3, stattdessen bekleckerte er sich nicht mal beim "Sliden" mit Ruhm. Die Fragezeichen sind eher größer geworden, ob er wirklich das Zeug dazu hat, ein richtig guter QB zu werden. Wie man da auf die Idee kommt, RG3 sei wieder der alte - keine Ahnung. Einige meinen, er habe nur 1-2 Optionen, die er nehmen will - wenn nicht, läuft er einfach los. Dass dies nicht gut für seine Gesundheit ist, musste er in den letzten Jahren bereits lernen. Die neuen Wide Receiver, allen voran DeSean Jackson werden ihm helfen, die richtigen Entscheidungen muss er treffen.
Chancen als Comeback-Player 2014: (leider) 10%

Percy Harvin
Ja, Percy Harvin. Wie oft wurde schon gesagt, dass dieser Typ einfach ein richtig guter Wide Receiver ist - ja wenn er denn nur gesund bleiben könnte... Gleiches gilt auch wieder für 2014. Anzeichen, was er drauf hat, gabs in den Playoffs und dem Titelgewinn der Seahawks zu sehen. Ohne Golden Tate, wird Harvin 2014 mehr Bälle bekommen als letztes Jahr und auch die Kicks wird er zurück bringen. Beängstigend für die meisten.
Bleibt er gesund, klar ein möglicher "Ausraster" unter den Wide Receivern in diesem Jahr.
Chancen als Comeback-Player 2014: 70%

Aaron Rodgers
Man könnte jetzt sagen: Auch andere Spieler waren im letzten Jahr zwischenzeitlich mal verletzt, kehrten wieder zurück und zeigten dabei schon wie wichtig sie sind..., aber kein Spieler ist wie Aaron Rodgers! Und bei Rodgers geht es auch weniger darum, nur zurück zu kommen, sondern zurück an die Spitze der Liga zu kommen.!
Der Star-QB der Green Bay Packers fehlte seinem Team knapp die Hälfte der Saison. Green Bay versuchte es in dieser Zeit mit 4 Starting-QBs und allesamt verspielten so gut wie jede Playoffchance. Doch am Ende reichte ein Sieg am letzten Spieltag gegen die Bears - natürlich war da "A-Rod" wieder Herr im Haus. Trotzdem folgte in den Playoffs eine erneute Niederlage gegen die 49ers, welche Rodgers wohl immer noch wurmt, einige Abgänge bei den Wide Receivern folgte, und wohl nicht zu unterschätzen: Rodgers wurde bei der 2014er NFL-TOP100-Players Liste von seinen Kollegen nur an Platz 11 gewählt. Ein Affront und wie einige schrieben "großen Fehler", denn Rodgers wird diese Nicht-Würdigung als Motivation nutzen, um alle eines besseren zu belehren. Unser Tipp: Rodgers geht auf eine "You better f***ing remember me"-Tour und führt die Packers in den Superbowl.
Chancen als Comeback-Player 2014: 95%

Andere Vorschläge? Lasst sie uns wissen!

ms

Dienstag, 7. August 2012

Heißer Quaterback-Kampf in der Wüste

„6 Monate nach dem die New York Giants den Superbowl in Indianapolis gewonnen haben. Eine 182 Tage währende Trockenperiode.“ Der US-amerikanische Fernsehreporter konnte seine Freude kaum verbergen. Am Sonntagabend, 20.00 Uhr amerikanischer Ortszeit, wurde das erste Mal diese Saison der Football geworfen. Im sogenannten „Hall of Fame“-Spiel der Preseason, einer Art Freundschaftsspielsaison der NFL, trafen die New Orleans Saints und die Arizona Cardinals aufeinander. Für uns ein Grund mehr die Mannschaft aus der Wüste und ihre Probleme und Möglichkeiten für die kommende, reguläre Saison zu betrachten.

Von einer Streitfrage in die nächste
Bevor Peyton Manning bei den Denver Broncos unterzeichnete, besuchte er auch die Cardinals Geschäftsstelle in Tempe, Arizona, in der Nähe von Phoenix. Die Unruhe, die der viermalige MVP durch sein Erscheinen auslöste, hat sich nun gelegt. Es stand zu Debatte, ob der 2011 gekaufte Kevin Kolb, der seine Entlassungspapiere bekommen hätte, wäre Manning bei den Cardinals unter Vertrag gekommen, noch Vertrauen in sein Team hätte. Die Streitfrage ist gelöst. Eine andere bahnt sich an – in Form von John Skelton.

Der 24jährige Fünft-Runden-Pick von 2010 will die Nr. 1 in Arizona werden und hat gute Chancen auf die Position. Einige Analysten sind allerdings der Meinung, dass der Trainerstab Kolb mehr Vertrauen schenkt. Er soll die sicheren Würfe machen und bessere Entscheidungen treffen. Wie diese Einschätzung Zustande kommt bleibt jedoch fraglich. Die Spielstatistiken ähneln sich, was also nicht der Grund seien kann. Was für Kolb spricht, sind die 63,5 Millionen, die Arizona über 5 Jahre an den Werfer bezahlt. Die Verantwortlichen werden dem ehemaligen Philadelphia Eagles Ersatzmann noch eine Chance geben, um zu sehen ob die Investition lohnenswert war.

Eine labile Offensiv-Line hilft der QB-Streitfrage nicht
Das Freundschaftsspiel vom letzten Samstag gab einen Eindruck, wie sich das Problem lösen wird. Kolbs erster Wurf war ein Zehn-Yards-Wurf an die Seitenlinie, in die Zonen-Verteidigung der Saints. Doch Kolb sah Saints Safety Malcom Jenkins nicht, der von der Line in die Passverteidigung gegangen ist und den Pass abfangen konnte. Im zweiten Drive brachte die Offensive nichts zustande. Im dritten Drive wurde Kolb zwei Mal in der eigenen Endzone in Bedrängnis gebracht. Beim ersten Mal konnte er den Ball spektakulär an den Mann bringen. Beim zweiten Mal wurde er zu Boden gerissen. Kolb musste das Spiel unter Schmerzen mit einer Rippen-Verletzung verlassen. Eine labile Offensiv-Line hilft der QB-Streitfrage nicht.

Skelton vor Kolb
Skeltons ersten beiden Pässe waren Incompletions. Er tritt aber aufs Spielfeld wie der geborene Führungsspieler. Seine folgenden Drives sehen flüssig aus und sind eine gute Mischung aus guten Lauf- und Wurfspielzügen. Skeltons Genie blitz am Anfang des zweiten Viertel auf. Auf der 25 Yardlinie der Saints beim zweiten Versuch und 5 Yards wirft der in Texas geborene Skelton einen seitlichen Pass, entgegen seiner Laufrichtung, eine Sekunde bevor er von zwei Verteidigern umgeworfen wird. Der Spielzug macht einen der wesentlichen Vorteile gegenüber Kolb deutlich. Skelton ist mit seinen knapp 2 Metern und 110 Kilogramm ein großer, kräftiger Kerl, der hinter seiner fragilen O-Line bedacht wartet um den Pass an den Mann zu bringen und dafür auch mal Sacks einsteckt. Sein Arm, der die Bälle über das Feld donnert, teilweise auch ungenau, hält die gegnerische Verteidigung davon ab an der Line of Scrimmage zu warten. So eröffnen sich ganz andere Räume für das Running-Game. Skelton mag vielleicht noch Unerfahren sein, doch er verhält sich nicht so. Immerhin konnte er letzte Saison San Francisco schlagen. Er wird die QB-Streitfrage für sich entscheiden.

Auch wenn das Freundschaftsspiel nur einen kleinen Eindruck geliefert hat und die Saison noch 28 Tage entfernt ist, das Ei dreht sich wieder. Da kann selbst ein Reporter seine Freude nicht verbergen.   

mh