Dienstag, 20. November 2012

Packers mit weiterem Sieg, trotz Verletzungen


Neben den New England Patriots, die derzeit von Sieg zu Sieg ziehen, sind die Green Bay Packers eines der hottesten Teams derzeit in der NFL. Am Sonntag fuhren sie ihren fünften Sieg in Serie ein. Und dies auch noch durch Verletzungen stark ersatzgeschwächt und auswärts bei den Detriot Lions.
Na ok, das ist eher ein Vorteil, denn wenn Aaron Rodgers in einem überdachtem Stadion spielt, ist er oft noch besser als sonst schon. Und seien wir ehrlich: die Lions geben derzeit auch nicht wirklich ein ernstzunehmendes Team da – die Betonung liegt dabei auf TEAM.

Detroit zu einseitig
Keine Ahnung, wie sich diese Lions das alles denken!
Man schaut sich das Spiel an und schon im ersten Viertel stellt man fest: bei 8 versuchen, wird 7 mal gepasst. Dabei wird öfter mal der Ball fallengelassen, was entweder am Wide Receiver liegt oder an einem ungenauen Pass von QB Matthew Stafford. Dann stehen die Lions einem 3rd und 12 Yards gegenüber und hauen den langen Pass raus. Auf wen natürlich? „Megatron“ Calvin Johnson, der Pass sogar noch fängt - und auf einmal sieht das alles wieder recht gut aus. Aber als Zuschauer fragt man sich: Ist das ihre einzige Stärke? Wollen sie sich wirklich darauf verlassen? - das kanns doch nicht sein.
Doch sie stehen kurz vor der Endzone, doch was folgt: 3 Passversuche, na klar. Einmal überworfen, kurzer Pass auf TE, Roll out and SACK. Das wars, nur ein Field Goal.

So sieht also die Strategie der Lions aus...?
Lächerlich würde ich das nennen. In keiner Weise ausgeglichen und sich immer darauf verlassen, dass einmal am Tag Megatron doch 3 Verteidiger überspringt, ist echt riskant. Und so ausgeglichen wie die Liga derzeit ist, kann das auch nichts werden. Das regt einen ja richtig auf, wie sich so das Team durchwurschelt. 
Die Packers wussten zu antworten: Zu Beginn des zweiten Viertels mit einem TD-Pass auf TE Jermichael Finley, der seinen ersten TD nach dem Season-Opener feiern konnte.
Und wie antworteten die Lions: mit Pässen. Diesmal sogar erfolgreich. Der nächste Drive bestand eigentlich nur aus Megatron-Würfen und dann durfte RB Mikel Leshoure zum 1-Yard-TD-Run ansetzen. Immerhin ein Hallo-Wach-Signal, denn danach wurde Leshoure weitaus öfter genutzt.

Leicht auszurechnende Lions – starke Packers Defense
Nachdem auch die Packers Defense immer mehr mitbekam, wie der Hase läuft, versuchten sie immer mehr QB Stafford unter Druck zu setzen und das gefiel ihm gar nicht. Er hat an sich schon eine durchschnittlich Pass-Fang-Quote von 63 Prozent, was nicht zum Besten der Liga zählt. Und diese Zahl zeigte sich auch im Spiel gegen die Packers: Bis auf ich-werf-mal-ganz-weit-in-die-Richtung-von-Megatron-pässe kommt wenig an und kaum unter Druck, kommen die Fehler INT an CB Casey-Hayward im zweiten Viertel. Und auch in der zweiten Halbzeit einige Würfe von Stafford zu spät bzw. weit hinter der Laufrichtung des Passempfängers – Resultat: zweite INT und gleich noch mit einem Return-TD für die Packers, die sicherlich nicht ganz souverän in dieser Phase auftraten.
Umso erstaunlicher, wie die junge Verteidigung der Packers die Lions im Griff mehr oder weniger im Griff hatte und das mit den ganzen Verletzten und vielen Rookies. Es fehlten: OLB Clay Matthews, S Charles Woodson, Starting LB Nick Perry und Desmond Bishop (ganze restliche Saison) – das ist einiges.

2.Halbzeit ausgeglichener, aber Packers mit entscheidendem Drive und Stop
Doch die Lions versuchten sich ein wenig anzupassen, machten nun viel mehr Laufspielzüge oder Screens und kurze Pässe. Das verunsicherte zunächst die Packers Defense, das spekulieren auf einen Pass auf Calvin Johnson war aber immer da und trotzdem machte der seinen Touchdown.
Ironischerweise warf Stafford einen weiteren Pass „behind the Receiver“, wie der Kommentator meinte, der CB der Packers „liest“ diesen Pass zwar gut, aber kommt durch den schlechten Ausführung Staffords ein wenig zu spät und Megatron kann die Wurf gerade noch so fangen. 17-14 für die Lions. Und auf einmal hatte sie Oberwasser. Ein entscheidender Stop der Packers kurz vor der Endzone, erlaubte nur ein Field Goal der Lions und damit weiterhin die Chance mit einem Touchdown in Führung zu gehen.


Randall Cobb wird immer wichtiger
Gesagt, getan. Da ließ sich QB Aaron Rodgers nicht lange bitten und führten einen 82-Drive der Packers in die Endzone der Lions. WR Randall Cobb fing am Ende einen 22-Yard-Pass zum Touchdown und zeigt damit wieder einmal, welch wichtige Rolle der junge Wide Receiver im Spiel der Packers mittlerweile spielt. Von der Anlage her so ähnlich aufgebaut wie Donald Driver, aber noch viel schneller. Einige Packer-Fans meinen sogar, er könnte der Grund sein, warum man nicht so sehr auf einen neuen Vertrag mit Star-WR Gregg Jennings aus sei, der immer noch verletzt an der Seitenlinie mitjubelte.
1:55min vor Schluss verwandelte Kicker Mason Crosby den Extra Punkt zum 21:20 und wenig später ein Field Goal zum 24:20. Nicht selbstverständlich, denn vorher hatte er einige aussichtsreiche FG klar verfehlt – nicht das erste mal, dass dies passiert und ein Grund zur Sorge für die Packer-Fans mit Blick Richtung Playoffs.
Da ist die Defense aus Green Bay schon längst angekommen. Richtig stark, wie sie in den verbleibenden knapp 2 Minuten keine Pässe der Lions mehr zuließen. Alle gingen daneben und der letzte Versuch ging noch nicht mal auf Calvin Johnson, was ander Seitenlinie für einige Diskussionen sorgte. Aber das passiert halt, wenn man sich darauf und auf irgendwelche Comeback-4.Viertel verlässt. Dieses Mal gab es kein HappyEnd.

Packers insgesamt das kompaktere Team
Mit nun 5 Siegen in Folge und mit bald wieder mehr Star-Spielern an Bord, sind die Packers in Richtung Playoffs brandgefährlich. Aaron Rodgers versprach im Sommer, das Team werde besser sein als im Jahr 2011. Damit meinte er nicht mehr als 15 Siege, sondern vielleicht einfach nur effizienteren Football. Mit der Niederlage der Chicago Bears im Monday Night Game sind sie nun schon wieder auf Rang 1 der NFC North gewandert. Und der zweite Anzug steht den Packers schon sehr gut. Der Verein um General Manager Ted Thomson versteht es wie kein zweites Team der Liga, die Spieler aus der zweiten Reihe zu motivieren bzw. überhaupt erst einmal Spieler mit Potential in ihren Kader zu bekommen! Ob Rookie oder nicht-gedraftete Spieler, alle erfüllen derzeit ihre Aufgabe in Green Bay sehr gut. Das war schon einmal der Fall: 2010 und da winkte am Ende der Superbowl... na mal sehn.



ms


Montag, 19. November 2012

Colts am Ende ohne Glück

Zu Beginn des vierten Viertels. Die Colts stehen an der 23-Yard-Linie der Patriots. Andrew Luck wirft einen kurzen Pass zur linken Außenlinien für Reggie Wayne. Doch Luck wirft zu spät und der Pass landet im Rücken von Wide Receiver Wayne und in den Armen von Alfonzo Dennard. Vor Dennard sind nun 80 Yards grüner Rasen. Der einzige, der den Weg zum Touchdown versperren will, ist Andrew Luck, der von der Mitte schräg auf ihn zu stürmt. Doch Luck verpasst ihn. Ein symbolisches Bild für das gesamte Spiel, das die New England Patriots am Ende deutlich mit 59 zu 24 gewinnen. 


Mit Chuck und Luck zu den Playoffs
So deutlich wie das Ergebnis am Ende war, so deutlich war es im ersten Viertel noch nicht. Die Indianapolis Colts, die letzte Saison nur zwei Spiele gewinnen konnten und mit dem ersten Pick im Draft belohnt wurden, führten 14 zu 7. Mit einer guten Mixtur aus unterschiedlichen Lauf- und Passspielzügen konnte die Mannschaft aus den Indiana die Patriots Verteidigung in Bedrängnis bringen. Besonders Andrew Luck, der erste Pick im diesjährigen Draft, glänzte mit äußerster Präzision. Alles in allem sahen die Colts nicht aus wie das Team vom letzten Jahr und trotz der Niederlage können sie auf Grund ihres machbaren Spielplans in die Playoffs kommen. Mit einer Bilanz von 6-4, auf dem 5. Platz der AFC und vier von sechs kommenden Spielen, die zu gewinnen sind, wäre allein die Playoff-Teilnahme ein großer Erfolg für Quaterback Andrew Luck, Besitzer Jim Irsay und den von Leukämie gezeichneten und pausierenden Cheftrainer Chuck Pagano.

Patriots dominieren! Favorit für den Superbowl?
Aber Ehre wem Ehre gebührt. Die Patriots gewinnen ihr viertes Spiel in Folge und kontrollieren die AFC East mit deutlichem Vorsprung. Vor der Saison hatte ich das Team aus Foxborough als einen Favoriten für den kommenden Superbowl. Neben anderen Fehleinschätzungen ist der Superbowl-Pick wohl noch das was am ehesten eintrifft.
Nachdem erste Viertel war das Spiel, wie so viele Spiele zuvor, geprägt von der Dominanz der Patriots. Ihren ersten Punt verbuchten sie erst im dritten Viertel, ansonsten schlossen sie jeden Drive mit Punkten ab und bestraften jeden kleinen Fehler der Colts. Zum Beispiel nach dem Defensive End Rob Ninkovich Andrew Luck den Ball abnahm, warf Tom Brady 6 Sekunden später mit seinem ersten Ballkontakt nach dem Turnover einen 24-Yards Touchdown-Pass zum Tight End Rob Gronkowski.
Der Star auf dem Feld war aber Julian Edelman, ein perfektes Beispiel für den idealen Patriots-Spieler-Typ. Bei anderen Mannschaften durch das Raster gefallen, an einem mittelklassigen College drei Jahre als Quaterback gespielt und bei den Patriots zu einem extrem gefährlichen und vielseitig einsetzbaren Wide Receiver und Returner geworden. Sein Punt-Return-Touchdown und sein 2-Yards Touchdown-Pass von Brady sind das Ausrufezeichen an diesem Abend. Zurzeit scheinen die Patriots allen davon zu laufen.




mh

Montag, 12. November 2012

Falcons verlieren erstmals - Saints noch in die Playoffs?


Die Atlanta Falcons legten los, als wollten sie den Rest der Liga (und mir) beweisen, dass ihre bisher Niederlage-Freie Serie auch weiterhin mit einer starken Performance bestätigt werden würde. Gegen die heiß-laufenden New Orleans Saints ging es schon recht krass los: 3:20min-drive, 80 Yards und Touchdown. Bang, das saß. Und hinterher gleich noch eine Interception gegen Star-QB Brew Brees - eine Kategorie, in der die Falcons auf dem dritten Rang in der Liga sind. CB Asante Samuel zeigte, dass er immer noch zu einer der besten Corners in diesem Bereich gehört. 10:0-Führung für die Falcons. ein Ausrufezeichen.

Die Antwort der Saints
Aber schon bei der nächsten Possession der Saints konnte CB Samuel mit einem nicht gemachten Tackle RB Ivory amateurhaft nicht aufhalten und durch war er - TD New Orleans und die Saints sind wie so oft ganz schnell in der Lage zurück ins Spiel zu kommen.
Und jetzt fangen die Saints auch noch an richtig zu laufen und das sogar noch mit ganz vielen RBs – 4 waren beim Spiel am Sonntag im Einsatz, man wusste gar nicht wohin man zuerst schauen sollte. Rasend schnell ging alles und dann auch noch diese ganzen Anspielstationen, die Brews da die ganze zeit um sich herum hat. Kurzer Pass auf TE Jimmy Graham und zack waren sie mit 14:10 in Front. Jetzt waren die Falcons gefordert, um wieder nachzulegen.

Falcons tun sich schwer
Bei der Falcons Offense fängt vieles mit RB Michael Turner an, obwohl dieser diese Saison noch gar nicht soo überzeugend ist und auch gegen die Saints nicht wirklich produktiv. Aber Defenses müssen ihn respektieren und das eröffnet viel Raum für Play-Action-Spielzüge, um die großen und schnellen Receiver Julio Jones und Roddy White zu bedienen, die hinter die Defense-Reihen zustechen können.
Und mit TE Tony Gonzales hat man einen der zuverlässigsten Passempfänger der Liga. Die Antwort der Falcons kam daher auch recht promt: TD von Gonzalez.
Trotzdem waren es die Saints, die jetzt das Spiel bestimmten und die starke Falcons Defense konnte sie kaum aufhalten. Kurz vor der Halbzeit führte wieder Brews seine Mannen übers Feld und Jimmy Graham konnte seinen zweiten TD verbuchen – mit 21-17 gings in die Pause.

Kopf-an-Kopf-Rennen
Die zweite Halbzeit ging zwar für die Saints nicht gleich so schwungvoll weiter, aber die Falcons taten sich auch schwer. Das angesprochene Play-Action-Spiel und das allgemeine Warten auf den „Deep-Ball“ auf die Wide-Receiver konnte nun auch die Saints Defense erahnen und interceptete QB Matt Ryan bei einem 3rd and 10 weit entfernt von der Endzone. Da kann man noch sagen: Sowas kann man mal probieren. Zudem war Julio Jones schon im 2. Viertel kurzzeitig verletzt aus dem Spiel und dann wird es auch schon recht dünn auf dieser Position der Falcons.

Doch damit waren wieder die Saints am Ball und damit genauer: Drew Brees. Der hatte es schon in den letzten Wochen gesagt: Die Saints Offensive findet so langsam seinen Rhythmus. Das hört sich fast wie eine Drohung an.
Kaum die Interception der Verteidigung und nach ein paar Pässen, sehr guten Catches und energischen Läufen und zack waren sie wieder in der Endzone. Immer wieder beeindruckend, wie schnell diese Saints punkten können. Schon in der ersten Halbzeit brauchten sie nur 13 Minuten Ballbesitz, um 3 Touchdowns zu fabrizieren.
Das ist natürlich krass, aber die Falcons Defense fand dagegen auch kein Mittel.

Play-from-behind bei den Falcons
Und schon wurde ein Problem doch wieder erkennbar bei den Falcons: Ist Michael Turner nicht im Spiel, müssen sie Matt Ryan mehr werfen lassen und damit sind sie ausrechenbarer, gerade wenn einer wie Julio Jones an der Außenlinie steht – und wenn sie mit mehr als 10 Punkten zurück liegen.
Ein schnelles 3andOut nach dem 28:17 der Saints lieferte den Ball wieder an die brandheiße Offense von New Orleans, viel musste versucht werden, wenig sprang heraus.
Die Falcons haben die ganze Saison nicht mit mehr als 7 Punkten zurückgelegen... - nie waren sie also gezwungen, „von Hinten“ zu spielen. Also die Balance zu halten bzw. halten zu können zwischen mehr Passspielzügen, und gleichzeitig den Lauf nicht zu vernachlässigen. Das schafften sie einfach nicht, und wenn ich mich erinnere, waren die Falcons dazu letztes Jahr, gerade gegen die Giants in den Playoffs ebenso nicht in der Lage. Unter Druck machen sie Fehler und/oder können ihr Potential nicht abrufen.

Führung der Saints hält am Ende
Die Defense zeigte jedoch dann nochmal, dass sie es doch drauf hat. Stoppte die Saints-Maschine ab und an mal, aber oft wurden sie an diesem Sonntag von Strafen zurückgeworfen und das obwohl Atlanta als "least penalized team" der Liga ins Spiel ging.
Die Saints führten aber bis in die Schlusssekunden des Spiels - es wurde zwischen diesen beiden Teams also mal wieder eng.
Die Falcons stand mit 1st and Goal vor der Endzone, aber schafften sie es nicht, mit 4 Versuchen den Touchdown zur Führung zu machen. Nach einem 3andOut der Saints, hatten sie danach sogar nochmal eine kleine Chance, aber auch hier reichten nochmal 4 Versuche nicht, um 10 Yards zu machen... 31-27 für Saints hieß es am Ende.

Saints noch im Rennen
Für die Saints ein wichtiger Sieg gegen den Divisionsrivalen und damit ein Ausrufezeichen, dass vor allen Dingen mit dieser Offense weiterhin zu rechnen sein wird - ob es noch für die Playoffs reicht, dass wird echt mal spannend.
Die Falcons hingegen verlieren in der Saison zum ersten Mal. und ernsthaft: Solche spielentscheidende Versuche am Ende des Spiel muss man machen, wenn man gegen die Großen gewinnen will. Ich bleib dabei: Gegen Oakland, Kansas City und Redskins mag das alles reichen, mehr haben die Falcons meiner Meinung nach noch nicht bewiesen. Die erste Niederlage wird sie jetzt testen... - der Schleier über die Unbesiegbaren ist zumindest schon mal runter

ms

Samstag, 10. November 2012

Frontrunner zur Midseason

Vor zwei Wochen wollte ich noch schreiben, in der NFL herrsche nur noch Mittelmaß und Spielausgänge hängen schlicht von der Tagesform einiger Spieler (oder Schiris) ab. Doch zur Mitte der Saison scheint sich so langsam eine Gruppe von Teams abzuzeichnen, die sich so ein wenig als Favoriten für die Playoffs herauskristallisieren.

Ausgeglichen wie noch nie
Trotzdem muss man ehrlich zugeben, dass diese NFL-Saison wohl eine der ausgeglichensten Spielzeiten jemals ist. In Woche 7 spielten die St.Louis Rams gegen die Green Bay Packers, beide mit einem Rekord von 3-3... - das sagt alles. Obwohl beide Teams im letzten Jahr noch Lichtjahre voneinander entfernt waren. (ok, wer das Spiel gesehen hat, weiß, dass beide Mannschaften bei weitem noch nicht auf Augenhöhe sind) Aber viele Teams, die letztes Jahr noch ernsthaft zu kämpfen hatten, überhaupt was auf die Beine zu bekommen, sind jetzt durchaus ernst zu nehmen.
Viel hängt mit dem überragendem Draft-Jahrgang zusammen, vor allen Dingen mit den Quarterbacks - und hierbei die beiden Frontrunner: Robert Griffin 3 und Andrew Luck.
Erst gestern führte Luck die Indianapolis Colts zu einem weiteren überzeugendem Sieg - dem vierten in Folge - gegen die Jacksonville Jaguars. Damit liegen die Colts mit 6-3 Siegen schon recht gut im Playoff-Rennen.
Auch RG3 überzeugt bei den Washington Redskins, die es aber nach einem guten Start jetzt deutlich schwerer haben, ihre Siege einzufahren. Auch Rookie-QB Russell Wilson macht die Seattle Seahawks zu einem ernst zunehmenden Konkurrenten in der NFC. Siege gegen die Patriots und gegen die Packers (najaa, muss man hier hinzufügen), zeugen davon, dass Potential im Team steckt.

Kurz vor dem Sprung
Bei einigen Mannschaften merkt man irgendwie richtig, dass sie kurz davor sind, den nächsten wichtigen Schritt Richtung Liga-Spitze zu tun. Ihnen einfach nur noch die gewissen Prozente und ein Schuss Souveränität und Konstanz fehlen. Seattle würde ich dazu zählen, auch die Colts oder auch Miami und überraschenderweise selbst die Vikings. Natürlich sind auch immer noch die allzeit-kurz-vor-Elite-stehenden Chargers, Cowboys, Tampa Bay und (wohlwollend auch die) Eagles zu nennen. Durch die Rookies QB Brandon Weeden und RB Trent Richardson sind auch die Cleveland Browns zwar immer noch nicht wirklich gut, aber ich bin gespannt auf die zweite Saisonhälfte, wie sich die junge Mannschaft noch stärker zusammen finden wird.

An der Spitze nahezu Erwartetes
Trotzdem sind es auch dieses Jahr wieder die üblichen Verdächtigen, wenn es um die begehrten Playoff-Positionen geht. Aber selbst bei den Teams am oberen Ende ist meiner Meinung nach einiges mit Vorsicht zu genießen. Ich traue dem Braten noch nicht so ganz - jedenfalls bei den meisten Mannschaften, die derzeit in ihren Divisionen oben stehen.
Bestes Beispiel: das derzeit beste Team der Liga: die Atlanta Falcons (8-0). Wenn man sich in Erinnerung ruft, wie das Team um QB Matt Ryan im letzten Jahr von den NY Giants aus dem Stadion gejagt wurden (24:2!), dann muss man skeptisch sein, was dieses Team bisher zeigt. Alles gut und schön, aber in den Playoffs zählts und die Hammer-Teams haben sie bisher nicht gespielt und die eigene Division ist auch gerade nicht gerade Elite. Spiele gegen die Saints und im Dezember gegen die Giants werden dann wohl mehr zeigen.
Ähnliches gilt aber für die dann folgenden Teams in der Sieges-Rangliste, die interessanterweise in dieser Woche aufeinandertreffen: die Chicago Bears (7-1) und die Houston Texans (7-1). Auch da viel Sonne, aber Schatten gibt es auch da. Die Bears O-Line ist weiterhin schwer zu ertragen und QB Jay Cutler oft mehr unter Druck, als ihm lieb ist. Dass er aus diesen Situationen manchmal krasse Dinge hervorzaubern kann, mag richtig sein, manchmal fabriziert er aber auch dann Mist und schreit danach noch seine Teamkollegen an. Alles also auch sehr wackelig, genauso wie bei den Texans. QB Matt Schaub ist zwar solide, aber das ist dann auch alles und sich die ganze Zeit nur auf Arian Foster zu verlassen, kann auch gefährlich sein, wie sich in der Niederlage gegen die Packers zeigte. 

Die einzigen Niederlage der Bears und Texans kamen interessanterweise beide Male gegen Green Bay und damit von einem weiteren Favoritenteam. Nicht wirklich gut gestartet, oft mit Ungereimtheiten - offensiv wie defensiv - und durch einige Schiedsrichter benachteiligt, nehmen die Packers jetzt richtig Fahrt auf - 3 Siege in Folge vor der Bye-Week. Ob die junge Defense und die vielen Verletzten nicht auch noch Tribut zollen müssen, wird sich auch hier zeigen. Gegen die 49ers und Giants, die bisher einen sehr solide Eindruck machen, wird es sicherlich schwer werden in den möglichen Playoffs. Da werden sich sicherlich auch die Patriots wiederfinden, die auch noch nicht so richtig durchgestartet sind und sich zwischenzeitlich mal die Seele aus dem Leib schießen und dann aber auch einen 13Punkte-Vorsprung gegen die Seahawks aus der Hand nehmen lassen. Ganz zu schweigen von den Baltimore Ravens, die ähnlich agieren, zwar immer wieder gewinnen, aber mit einer ungewohnt schlechten Defense durch die Gegend ziehen. Ob das so alles gut geht?
Die Verfolger warten jedenfalls und das ist ja das gute. Noch haben wir nur die erste Hälfte gesehen, jetzt wirds kalt und bitter-ernst. juhu. keep von playing some football :)

ms

Montag, 5. November 2012

Im Schatten von Sandy


Das Spiel Pittsburgh Steelers gegen New York Giants am gestrigen Sonntag, stand im Schatten des verwüstenden Hurricane Sandy. Obwohl der Spielbetrieb fernab der Normalität ablief, konnten die Steelers das bis zur letzten Minute spannende Spiel mit 24 zu 20 für sich gewinnen.

Spieler schliefen im Hotelflur
Es ist schwer zu bewerten, welche von den beiden Mannschaften am meisten unter den Folgen des Sturms zu leiden hatte und auf welcher Weise sich das auf das Spiel auswirkte. Die Steelers sind erst am Sonntag früh in New York angekommen und am selben Abend wieder zurück geflogen, weil sie nicht genügend Hotelzimmer in der Region um das Stadion fanden. Nach der Morgenbesprechung im völlig ausgebuchten New Yorker Hotel schliefen einige Spieler im Flur, so Ben Roethlisberger. Auch die Spieler der Giants hatten mit Problemen und Irritationen zu kämpfen, aber das die ganze Woche. Quaterback Eli Manning musste seine Familie in ein Hotel ins benachbarte Hoboken, New Jersey unterbringen, weil seine Wohnung geflutet wurde. Das Haus von Linebacker Mathias Kiwanuka wurde gar ganz weggespült. Anders als der New York City Marathon wurde das Spiel aber dennoch austragen. Es sollte den Menschen eine wohlverdiente Ablenkung liefern. Das tat es. Doch leider mit ungünstigen Ende für die Giants.

Nach dem Schiedsrichter-Streik wieder Fehlentscheidungen
In der ersten Halbzeit lieferten sich beide Mannschaft einen höchst ausgeglichenen Wettkampf, der sich in allen drei Phasen abzeichnete – Special Teams, Verteidigung, Offensive. Man erkannte was unumstößlich fest steht. Die beiden Mannschaften, die in den letzten sieben Jahren zusammen vier Superbowl gewannen, zeigten warum sie seit Jahren oben mitspielen. Zwei kritische Schiedsrichterentscheidungen verhalfen den Giants zum Vorteil. Ein übertrieben interpretierter pass interference call und ein ungerechtfertigter unnecessary roughness schenkten den Giants sieben Punkte. Nach dem Schiedsrichter-Streik sind Fehlentscheidungen wohl wieder Thema. Die Steelers erholten sich von dem Rückstand, bekamen die einmalig gute Verteidigungslinie der Giants (vier Sacksund zwei forced fumbles) im letzten Teil des Spiels unter Kontrolle und machten 14 Punkte im letzten Viertel. Trotz sehr guter Leistung in den ersten 45 Minuten, kamen die Giants am Ende nicht mehr in Spiel – dreimal hintereinander 3 and out.

„HEEEEEAAAAATH“, „CRUUUUUUUZ“ und „Herzlich“
Es war das Spiel der Publikumslieblinge. Das konnte man hören. Ein seltenes Zusammentreffen der Spieler mit kurzen und wohlklingenden Namen. Sympathischer Spieler mit spektakulären Aktionen. Heath Miller, Tight End bei den Steelers und Victor Cruz, Wide Receiver bei den Giants. Oder besser bekannt als „HEEEEEAAAAATH“ und „CRUUUUUUUZ“. Denn so schallt es in tiefen Bässen von der Tribüne durch das Stadion. Doch neben „HEEEEEAAAAATH“ und „CRUUUUUUUZ“       war auch Linebacker Mark Herzlich auf dem Feld. Der 2009 vom Knochenkrebs geheilte Herzlich spielte für den verletzten Chase Blackburn und war einer der aktivsten auf dem Platz. Neben Blackburn, Andre Brown, Martellus Bennett, Bear Pascoe und Stevie Brown ist Herzlich einer von vielen Giants Spielern die als Außenseiter zum Team kamen und nun zu den Säulen des Erfolgs gehören. Ein deutliches Zeichen für gutes Management.

mh   

Montag, 15. Oktober 2012

Lions weiterhin nur im 4. Viertel zu ertragen, Eagles mit empfindlicher Niederlage


Die Detroit Lions haben mit recht viel Glück ihren zweiten Sieg der Saison eingefahren. Wiedermal warteten sie bis ins letzte Viertel, um zur Tat zu schreiten und mit einem Comeback-Win die Philadelphia Eagles in ihrem Heim-Stadium zu schlagen.

Spielverlauf auf den Kopf gestellt
Hätte man sich das Spiel der Eagles gegen die Lions bis 5 Minuten vor Schluß angeschaut, hätte man einen schönen Artikel über das Spiel als Sinnbild der Saison der beiden Teams machen können – ehrlich gesagt, so hatte ich mir das gedacht – aber nein, wieder einmal schmeißen die Lions alles über den Haufen.
5 Minuten vor Schluß brachten sich die Eagles nämlich mit einem 70-Yard-Touchdown-Pass von Michael Vick auf WR Jeremy Maclin mit 23-13 in Front und alles sah so aus, dass die Eagles sich wieder ins Spiel zurückgekämpft hätten, Vick doch wieder überzeugte und weiterhin an die Playoffs gedacht werden konnte. Doch dann kamen die Lions nochmal mächtig auf. Plötzlich funktionierte ein gewisses Laufspiel der Lions und WR Calvin Johnson pflückte die Bälle wie er wollte aus der Luft. Ein anderer WR (Nate Burleson) besorgte per Catch 3 Minuten vor Schluß den Anschluß. Die Eagles schafften es danach nicht in 3 Versuchen 10 Yards zu machen und schwubs standen die Lions wieder vor der Endzone der Eagles. Mit viel Glück konnten sie 2 Pässe an der 1-Yard-Linie zum TD verhindert werden, aber Kicker Jason Hanson machte sicher die Verlängerung perfekt. Der unheimliche Pass-Rush der Lions verpasste QB Michael Vick dann gleich 2 Sacks und die Eagles mussten aus der eigenen Endzone punten. Kurzes Feld für die Lions, und die paar Yards, um den Kicker in gute Position zu kriegen, waren für QB Stafford und Co ein Klacks. Bei im Schnitt mehr als 400 Yards pro Spiel auch keine Überraschung. Hanson machte sein zweites wichtiges Field Goal und die Lions siegen mit 26-23 in der Verlängerung.

Eagles belohnen sich nicht selber
Dabei hatte sich alles so gut entwickelt für die Eagles. Im ersten Viertel... ok, da waren sie schlecht. Die Lions Offensive dominierte, brachte aber nur 2 Field Goals zustande. Aber die Eagles waren kaum zu sehen, vor allen Dingen die Offensive Line war überfordert. QB Vick wurde regelrecht gejagt, steckte allein in der ersten Halbzeit 10 Angriffe auf sich ein und musste dabei 8 Hits hinnehmen. Und die waren nicht gerade ohne... - „unbelievable“... dass er überhaupt noch stand, meinte da beeindruckt der Reporter. Irgendwann machte sich der Druck auf Vick einfach bemerkbar: Er trifft immer noch zu viele riskante Entscheidungen: eine INT in Halbzeit 1 wirft er in Bedrängnis zu lang (eine zweite INT im vierten Viertel mit zu wenig Dampf auf DeSean Jackson)
Doch dann zeigten die Eagles, dass ihr Coach Andy Reid nicht so falsch lag, als er sein Team in den letzten Wochen „greedy“ nannte – also grantig, trotz Widerständen dranbleibend. Genau an diese Aussage erinnerte Kommentator Daryl Johnson Ende des 2. Viertels. Michael Vick hatte da gerade einen Touchdown-Drive über 90 Yards angeführt und die Eagles in Führung gebracht.
Und in Halbzeit 2 ging es weiter und vieles hatte mit Anpassungen des Trainers zu tun: die O-line stand besser, der Ball wurde schneller geworfen, DeSean Jackson war immer wieder in entscheidenden Situationen die Anspielstation, Blitzes wurden von den RB besser aufgenommen und Vick nutzte auch mal seine schnellen Beine, um Yards und First Downs zu erlaufen. Das bessere Play-Calling machte sich bezahlt – die Eagles übernahmen ab dem 2. Viertel größtenteils die Kontrolle übers Spiel.

McCoy kein Faktor, Defense solide aber am Ende nichts mehr zuzusetzen
Die ausgewogenere Play-Selection warnoch vor Wochen die Kritik an Coach Andy Reid, aber so sehr sie versuchten Star-RB LeSean McCoy ins Spiel zu bringen, oft ging es nach hinten los. Nur durch Vick waren Lauf-Erfolge zu verzeichnen: McCoy hatte am Ende weit weniger erlaufende Yards als Vick – recht enttäuschend.
Dafür überzeugte die Eagles-Defense gegen die krasse Detroit-Offense. Nachdem die Lions anfänglich ziemlich gut aussahen, Calvin Johnson immer wieder andere Receiver den Weg frei machte und sogar eine wenig Laufspiel vorhanden war, richteten sich die Eagles recht schnell auf die Spielweise ein. Und vor allen Dingen auf „Megatron“. Der hatte bis ins 4. Viertel erst eine Completion und CB Nnamdi Asomugha schon eine Interception in seine Richtung abgefangen (Im Vierten Viertel bekam er sogar einen Touchdown zurückgepfiffen, weil der Nnamdi vorher wegschupste). Irgendwie hat man das Gefühl, dass Megatron in kritischen Situationen immer die Anspielstation von Matthew Stafford ist. Verständlich. Aber wenn man gute CBs hat und sich darauf einstellt, können die Lions sehr schnell sehr leicht ausrechenbar sein, vor allem wenn die gesamte Defense gut mitverteidigt.
Mitte der zweiten Halbzeit spielte die Eagles Defense nahezu komplett auf Pass-Verteidigung. Die Rushing-Attack der Lions nahmen sie gar nicht mehr richtig ernst – und die Lions taten ihnen auch den Gefallen. Bei 3rd&1 stellten sie sich schlicht ohne RB auf, der Versuch geht fehl und schon waren die Eagles wieder dran und markierten im folgenden Drive ein Field Goal.

Letztes Viertel = Lions-Viertel
Doch auch die Lions passten sich an. Mehr Laufspielzüge und ein paar Mal Megatron und schon waren sie wieder da. Wie überhaupt die Saison im Vierten Viertel: bis zum Eagles-Spiel hatten sie in den letzten Vierteln der vorherigen 4 Spiele mehr Punkte gesammelt, als in den 3 Viertel vorher zusammen. Irgendwie merken sie erst dann, dass sie mal was tun müssten. Und auch dieses Mal kommen sie mit dieser Einstellung hin und schnappen sich am Ende noch den Sieg. Die Eagles hatten am Ende nicht mehr wirklich was entgegenzusetzen und zeigten nicht die Souveränität, die einem Spitzenteam würdig wäre, ein First Down hätte fast schon ausgereicht. Sie gehen jetzt mit 2 Niederlagen in Folge in ihre Bye-Week und werden sich für die Kampf um die Playoffs neu aufstellen müssen. Die ganze Zeit nur Druck auf QB Vick kann nicht gut sein, das gute Spiel, zu dem sie in jedem Fall fähig sind, muss einfach konstanter werden.

Lions mit Lebenszeichen in umkämpfter NFC North
Irgendwie sind diese Lions schon komisch. Im letzten Jahr schafften sie es in die Playoffs und ein guter Draft sicherte ihnen weiteres Potential, man hätte mit einer Weiterentwicklung des Teams rechnen können. Aber das Team vertraut immer noch zu sehr auf sein Pass-Spiel und gerade die Secondary der Defensive ist weiterhin sehr löchrig. Und wenn man dann immer erst im letzten Viertel anfängt richtig mitzuspielen, dann kann das ab und zu mal klappen mit dem Sieg, aber auf Dauer kommt man damit nicht in die Playoffs. Nebenbei stellten sie mit 15 Strafen die Rekord für diese Saison auf. Alles andere als ein Zeichen von Souveränität.
Beide Teams sind voll bestückt mit Talent, aber trotzdem ein Team als Sieger vom Platz ging, sind beide Mannschaften nicht wirklich überzeugend aufgetreten. Der Schritt von Talent oder selbst ernannten „Dream Team“ zu einer klasse Mannschaft dauert in jedem Fall noch eine Weile...

ms



Montag, 8. Oktober 2012

„Das Spiel ist nie vorbei“

Tom Brady gegen Peyton Manning: Das Spiel der wohl besten Quaterbacks gewinnen die New England Patriots am gestrigen Sonntag 31 zu 21. Nach einer mäßigen ersten Halbzeit aus Denver’s Sicht, lagen die Patriots bereits 31 zu 7 vorn. In der zweiten Halbzeit konnte Denver wieder an Boden gewinnen, doch zwei entscheidende Fehler verhinderten ein filmreifes Comeback. Runningback Willis McGahee lies den sicher geglaubten Pass beim vierten Versuch und einem Yard knapp 10 Minuten vor dem Abpfiff wieder aus den Händen gleiten und fumbelte sechs Minuten später, 10 Yards vor New Englands Endzone. Besonders die zwei Fehler und Denvers uneffektive Lauf-Verteidigung führten zu dem verdienten Sieg. In der Pressekonferenz nach dem Spiel sprach das Team aus Massachusetts mit ehrlichem Respekt über die Leistung der Broncos. Wenn Peyton Manning spielt, so beispielsweise Vince Wilfork, dann ist das Spiel nie vorbei. „Egal mit wie vielen Punkten man führt.“

Broncos: Noch kein Playoff-Kaliber
Denver konnte nur ab und an mit sehr guten Leistungen aufblitzen. Im Gesamten sind sie noch nicht gut und noch nicht konstant genug um gegen die besten Mannschaften zu gewinnen, das zeigen die Niederlagen gegen die Patriots, die Texans und die Falcons. Den potentiellen Playoff-Kalibern ist das Team von den Rocky Mountains noch nicht gewachsen. Auch wenn in den kommenden Spielen neun Siege liegen können (in San Diego, gegen New Orleans, in Carolina, gegen San Diego, in Kansas City, gegen Tampa Bay, in Oakland, gegen Cleveland und gegen Kansas City) sehen die Broncos noch nicht aus wie ein Team das in den Playoffs mithalten kann.

Patriots: Vielseitigkeit der Offensiv-Kräfte
Stimmung und Potential sind dagegen bei den Patriots außergewöhnlich gut. Selten gibt es Unstimmigkeiten auf dem Feld und Spieler und Trainer scheinen bester Laune zu sein. Die no-huddle offense, von Brady wie von Manning gern benutzt, perfektionieren die Patriots. Brady diktieren die Aufstellung der Verteidiger, denn er gibt den ihnen keine Möglichkeit Spieler auszuwechseln. Das erfordert jedoch eine athletische Offensive-Line. Der Deutsche Sebastian Vollmer und first-round-pick Nate Solder sind dafür Paradebeispiele. Mit dieser gut aufgestellten O-Line können die Patriots verschiedene Lauf- und Pass-Spielzüge anwenden ohne Personal zu wechseln und den Gegner somit in Bedrängnis bringen. Besonders die Vielseitigkeit der Offensiv-Kräfte machte Denver dabei zu schaffen. Mit Tight End Rob Gronkowski, Wide Receiver Wes Welker und den Runningbacks Stevan Ridley und Danny Woodhead entstehen verschiedenste Möglichkeiten und mismatches, die Offensiv-Koordinator Josh McDaniels ausnutzt.

Patriots: Besser als letztes Jahr?
Das Spiel gegen die Broncos zeigt deutlich, dass die Patriots nach den Anfangsschwierigkeiten der Saison besser aufgestellt sind als bei ihrem letztjährigem Lauf zu Superbowl. In der Offensive konnten alle Spieler gehalten werden und die Verteidigung, 2011 noch zweitschlechteste der gesamten Liga, wurde durch Draft und Free Agency maßgeblich aufgewertet. Mit dem Sieg gegen die Denver Broncos untermauern die New England Patriots ihren Anspruch dieses Jahr wieder um den Einzug ins Finale mitzukämpfen.

mh